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Hückeswagen: Solidaritätsaktion in Wuppertal der Bürgergruppierung

Unterstützer aus Hückeswagen und Radevormwald : Solidaritätsaktion in Wuppertal

Die Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“ signalisiert dem Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh ihre Unterstützung zu. Der Politiker erhält Hassbotschaften und Morddrohungen, weil er sich für Flüchtlinge einsetzt.

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh (SPD) setzt sich schon seit geraumer Zeit gegen Rassismus und für Toleranz ein. Auch ist er als Mitglied im Integrationsrat der Stadt Wuppertal und in der Landes-Projektgruppe „Flüchtlinge und Zuwanderung“ in der Flüchtlingsarbeit sehr aktiv. Dafür wird Lindh vor allem im Internet teils extrem angefeindet, bekommt regelmäßig Hassbotschaften und sogar Morddrohungen. Die Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“, die besonders in Hückeswagen aktiv ist und im Vorfeld der Kommunalwahl am 13. September über mehrere Wochen jeden Donnerstag gegen Rassismus und für Toleranz demonstriert hatte, hatte davon mitbekommen und wollte sich solidarisch mit Helge Lindh zeigen.

„Die Ursprungsidee war, dem Politiker in einem Offenen Brief die Solidarität auszusprechen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Nun hatten sich Mitglieder der Bürgergruppierung dazu entschieden, nach Wuppertal zu fahren, den Brief an den SPD-Politiker persönlich zu übergeben und dazu noch eine der Fahnen, die die Bürgergruppierung im Rahmen der Mahnwachen in der Schloss-Stadt hatte produzieren lassen, zu überreichen. Der Brief waren zudem von Vertretern der Ratsparteien CDU, Grüne, SPD, FaB, FDP und Die Partei unterzeichnet.

Beim Treffen in Lindhs Wahlkampfbüro waren von der Bürgergruppierung Joachim Kutzner, Irmgard Hannoschöck und Shirley Finster vertreten, dazu zwei Vertreter der Jusos aus Hückeswagen und Radevormwald, Leon Gräbner und Mario Hans. „Helge Lindh zeigte sich sehr beeindruckt von unseren Mahnwachen“, berichtete Shirley Finster, Ortssprecherin der Grünen. „Genauso davon, dass abgesehen von der AfD alle Parteien aus Hückeswagen den Brief unterzeichnet haben. Von einer solchen gemeinsamen Aktion sei man in Wuppertal leider noch weit entfernt. „Das wäre sehr wünschenswert, gerade wenn es um den gemeinsamen Kampf gegen den Rassismus geht“, sagte Lindh.

Die Besucher erkundigten sich bei ihm danach, wie der Bundestagsabgeordnete mit den Hasspostings umgehe. „Ich kann nicht jedes einzelne zur Anzeige bringen, dazu wären es zu viele“, sagte der SPD-Politiker. Er werde aber mittlerweile von der Organsiation Hate Aid unterstützt, die Hilfe für Opfer von Hass und Hate Speech (Hass-Sprache) im Internet gebe.

(BM)