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Hückeswagen: Schulen sind gut mit Corona-Tests versorgt

Hückeswagen in der Corona-Krise : Schulen sind gut mit Selbst-Tests versorgt

Die Tests sind in den allermeisten Fällen pünktlich angekommen. Geliefert wurden allerdings nicht die „Lollitests“, sondern welche, die die Lehrer anrühren müssen.

Es wäre eine schöne Abwechslung, im von Pannen und Unannehmlichkeiten geprägten Corona-Alltag: Wenn die vom Kultusministerium für vorigen Montag versprochenen Schnelltests tatsächlich an allen Schulen in ausreichender Menge angekommen wären. In den allermeisten Fällen hat das in Hückeswagen wie angekündigt geklappt. Nur am Berufskolleg war die Lieferung der Test-Kits eine kleine Odyssee, wie Geschäftsführerin Gabriele Döbler sagt. „Die Lieferung war zunächst für Donnerstag voriger Woche zwischen 7 und 18 Uhr angekündigt, dann für den Freitag, und ich war dann auch am Samstagvormittag in der Schule“, sagt sie. Geliefert worden seien sie schließlich am Montagmorgen. „Wir sind aber gut versorgt, zumal ja in dieser Woche nur die Abiturienten im Präsenzunterricht haben“, versichert Gabriele Döbler.

An den anderen Schulen in der Schloss-Stadt sowie an den beiden Gymnasien in Wipperfürth, die auch von vielen Hückeswagener Schülern besucht werden, war die Lieferung dagegen problemlos. Entweder am Freitag oder am Samstag waren die Schulen mit den Testkits der Firma Siemens beliefert worden. Die Tests seien nicht die unkomplizierten sogenannten Lollitests, die vor allem für kleinere Kinder einfacher zu bedienen seien, berichtet Alexander Stehl, Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales der Stadtverwaltung. „Es handelt sich vielmehr um den Cliniktest von Siemens mit einer Pufferlösung, die von den Lehrkräften angerührt werden muss.“

Sowohl in der Montanus- als auch in der Realschule habe man noch Testkits aus der Zeit vor den Osterferien gehabt. „Die werden wir jetzt natürlich zuerst verbrauchen. Wir sind für diese Woche ausreichend versorgt“, sagt Astrid Gerhardus, Sekretärin der Realschule. Karlheinz Rennau aus dem Leitungsteam der Montanusschule berichtet: „Wir haben am Samstag 180 Tests bekommen. Das reicht für den aktuellen Bedarf – aber natürlich nur, weil wir nur die Abschlussklassen im Präsenzunterricht haben.“ Er halte die neuen Testkits für deutlich komplizierter als die vorherigen. „Ich habe das am Montag mit drei jungen Schülern in der Notbetreuung gemacht – da ging das. Aber wenn man das in einer vollbesetzten fünften Klasse machen soll, wird das deutlich schwieriger werden“, befürchtet Rennau.

Auch Cordula Schneider, Leiterin der Förderschule Nordkreis, hatte sich die „Lollitests“ gewünscht. „Leider haben wir die nicht bekommen. Vor allem für unsere unteren Jahrgangsstufen sind die Testkits, die wir bekommen haben, nicht wirklich einfach zu bedienen. Zum Glück sind im Moment nur die oberen Klassen im Präsenzunterricht da.“ Möglicherweise seien die nächsten Lieferungen die einfacher zu bedienenden Tests.

Auch die beiden Wipperfürther Gymnasien sind ausreichend versorgt. „Wir haben noch eine Menge Restbestände von vor Ostern“, sagt Werner Klemp, Schulleiter von St. Angela. Und auch aus dem EvB-Sekretariat ist zu hören, dass ausreichend und pünktlich geliefert worden sei.

Die beiden hiesigen Grundschulen fahren im Moment nur die Notbetreuung. Entsprechend reiche die gelieferte Menge der Test-Kits auch problemlos aus, sagt Elisabeth. Müller, Sekretärin der Löwen-Grundschule. Die Tests seien pünktlich zum Ende vergangener Woche geliefert worden. „Die Tests reichen auch noch in die kommende Woche hinein.“ Die Schulleiterin der Löwen-Grundschule, Claudia Sträter, ergänzt: „Unsere Kinder sind sehr kooperativ. Ich habe am Dienstag mal nachgefragt, wie sie das denn mit den Tests gefunden hätten, ob es unangenehm gewesen sei. Der Tenor war: Nein, es hätte ein bisschen gekitzelt und sei überhaupt nicht schlimm gewesen.“