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Hückeswagen: Schützen spenden für die Islandtafel​

Tafel in Hückeswagen : Schützen spenden für die Islandtafel

Beim Frühkonzert des diesjährigen Schützenfests wurden 980 Euro gesammelt. Der Verein rundete auf 1000 Euro auf. Der neue Schützenkönig Lutz Annacker überbrachte die Spende.

Spendenübergaben sind immer schöne Angelegenheiten – für alle Beteiligten. Zeigt es doch, dass den Menschen ihre Mitbürger nicht egal sind, dass sie Bedürftigen helfen wollen und dass die begünstigte Organisation offensichtlich gute Arbeit leistet. Feste wiederum sind oft eine gute Gelegenheit, um Spenden zu sammeln. Den Besuchern geht es gut, die Stimmung – und der Geldbeutel – sind locker, und oft kommen mitunter eindrucksvolle Summen zusammen.

So nun auch beim Frühkonzert am Sonntagmorgen des diesjährigen Schützenfests Ende Juli. „Wir haben 980 Euro zusammenbekommen, die wir dann natürlich auf glatte 1000 Euro aufgerundet haben“, sagt Lutz Annacker, der frischgebackene Schützenkönig.

Und da die Arbeit der Christlichen Islandtafel auch beim Schützenverein so sehr wertgeschätzt werde, sei keine große Überlegung nötig gewesen, als es darum gegangen sei, wer mit der Summe begünstigt werden sollte. „Man hört ja aus anderen Städten, dass die Tafeln es nicht gerade leicht haben“, sagt Annacker. Das sei in Hückeswagen zwar noch nicht so schlimm, erklärt die Vorsitzende der Islandtafel, Christa Schmitz, dennoch könne man das Geld natürlich sehr gut gebrauchen.

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„Die Spendenbereitschaft unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist ungebrochen groß, unsere Gäste gehen immer noch mit vollen Tüten nach Hause“, sagt Christa Schmitz. Man werde das Geld aber darauf verwenden, haltbare Lebensmittel auf Vorrat zu kaufen. „Oder auch Hygieneartikel. Das ist gut, da ein wenig Vorrat zu haben, wenn es Tage gibt, an denen mehr los ist“, ergänzt Hanni Turck.

Leider könne aktuell wegen der Corona-Pandemie der beliebte Mittagstisch in der Islandtafel noch nicht wieder angeboten werden. „Das ist eigentlich unsere Kernaufgabe von Anfang an gewesen – dass Menschen zu uns kommen, die nicht wortwörtlich hungern, sondern die nach Gemeinschaft hungern“, sagt die Vorsitzende der Islandtafel.

Oft gehe es dabei auch um den Austausch von Lebenserfahrungen, gerade wenn es etwa um Suchterfahrungen gehe. „Da hilft es natürlich, wenn es Menschen gibt, die etwas Ähnliches schon überstanden haben“, sagt Hanni Turck. Das habe durchaus ein wenig mit Hilfe zur Selbsthilfe zu tun. „Und das ist natürlich schade, dass das im Moment etwas untergeht“, sagt Christa Schmitz. Aber sicherlich werde es irgendwann wieder einen Mittagstisch geben – da sind sich die beiden Mitarbeiterinnen der Islandtafel einig.