Hückeswagener Sieger des Schreibwettbewerbs für Grundschüler Tolle Kindergeschichten machen „Mut“

Hückeswagen · 15 Hückeswagener Drittklässler hatten beim Schreibwettbewerb der Diakonie und des Wipperfürther Jugendamts mitgemacht. Jetzt wurden die Sieger und Platzierten geehrt.

 Moderatorin Jana Goller mit den Siegern – (vorne, v. l.) Isabel (2.), Nele (1.) und Luisa (3.) – und Platzierten des Schreibwettbewerbs für Grundschüler.

Moderatorin Jana Goller mit den Siegern – (vorne, v. l.) Isabel (2.), Nele (1.) und Luisa (3.) – und Platzierten des Schreibwettbewerbs für Grundschüler.

Foto: Jürgen Moll

Das Thema war so einfach wie kompliziert: Es ging um „Mut“. Darüber sollten die Kinder schreiben, die am Schreibwettbewerb teilnehmen wollten, den Irmgard Hannoschöck von der Hückeswagener Fachstelle Sucht organisiert hatte. Am Donnerstagnachmittag fand die Abschlussveranstaltung samt Siegerehrung im Gemeindezentrum Lindenberg statt. Irmgard Hannoschöck, die auch Jury-Mitglied war, lobte die Hückeswagener Grundschulkinder – allesamt aus dem dritten Schuljahr der Löwen-Grundschule. „Der Wettbewerb fand erstmals in Hückeswagen statt, und wir hatten 15 Einsendungen. In den anderen Städten, Radevormwald, Lindlar und Wipperfürth waren es deutlich weniger.“ Dort gab es dann auch nur eine Siegerehrung für alle drei Städte.

Die sieben Erstplatzierten aus der Schloss-Stadt durften ihre Geschichten vorlesen, moderiert wurde die Feierstunde von Jana Goller, Autorin und Poetry Slamerin aus Wipperfürth. Die Jury, für Hückeswagen waren das Dagmar Cronjäger vom Kirchenkreis, Irmgard Hannoschöck, Joachim Kutzner, Kevin Gedert, Stephan Büllesbach und Wiebke Windhagen, lobte vor allem die Vielseitigkeit der Geschichten, wie spannend sie geschrieben waren und wie gut das Thema getroffen wurde.

Interessanterweise beschäftigten sich gleich mehrere Geschichten mit der Angst vor dem Sprungbrett im Schwimmbad. So etwa der Siebtplatzierte Phil Hölscher, dessen Figur sich seinen Ängsten so stellte, dass er immer größere Herausforderungen suchte und sich dann dabei für seinen Youtube-Kanal filmte. Lennart Kirschiepers Geschichte handelte davon, wie er sich dazu überwand, vom Beckenrand ins Wasser zu springen.

Der Fünftplatzierte Noah Kürten erzählte davon, wie er bei der Segelfreizeit an der Bever-Talsperre mit seiner Schwester war. Da das Mädchen nicht dableiben wollte, musste der Junge allein im Zelt schlafen. Das habe ihn große Überwindung, und damit großen Mut, gekostet. „Und fällt dir auch mal etwas schwer, dann sorge dich nicht allzu sehr“ – diesen Spruch, den er in einem Buch gelesen hatte, hatte der Viertplatzierte Emil Kostakoglu für seine Geschichte aus dem Schwimmbad verwendet.

Die drei Erstplatzierten waren Mädchen, Luisa Eschmann auf dem dritten, Isabel Mi-Yeong Kriebel auf dem zweiten und Nele Vogel auf dem ersten Platz. Sie beschäftigten sich mit etwas anderen Themen. Luisa und Nele etwa mit der Gefahr, die von bösen Männern ausgeht, während es in Isabels Geschichte um eine Achterbahnfahrt im Urlaub ging. „Zum Mut haben gehört auch, die Angst zu überwinden und etwa die Polizei zu rufen“, sagte Wiebke Windhagen über Luises Geschichte.
Die drei Mädchen durften sich nicht nur über die Geschenktüte freuen, die alle Teilnehmer bekamen, sondern auch über Geldpreise.

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