Hückeswagen: Schlesische Bratwurst als Weihnachtsmenü

Im Advent: Schlesische Bratwurst als Festschmaus

Als Metzgermeister weiß Stefan Kriegel, was die Hückeswagener an den Weihnachtsfeiertagen am liebsten essen.

Gemeinsam essen macht glücklich – vor allem an Weihnachten. Wenn die Familie beisammen ist oder Gäste kommen, darf in vielen Haushalten der Weihnachtsbraten nicht fehlen. Das typische Festmahl gibt es indes nicht, auch nicht im Bergischen Land. Dennoch stehen Rinder-, Schwein- und Krustenbraten oder die klassische Weihnachtsgans ganz oben auf der Hitliste

Metzgermeister Stefan Kriegel hält für seine Kunden auch außergewöhnliche Fleisch- und Wurstwaren parat. „Besonders gefragt sind zu Weihnachten die klassischen Steakarten wie Filet-, Hüft- oder Rumpsteak“, sagt der Geschäftsführer. Damit das Steak gelingt, ist zunächst die Qualität des Fleisches wichtig, das leicht marmoriert sein sollte. „Wir nehmen fast ausschließlich das Fleisch von Färsen (junges, weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat). Das ist neben dem Ochsenfleisch das Beste, was man kriegen kann“, sagt der Metzgermeister. In der heißen Pfanne sollte das Steak je nach Dicke von jeder Seite etwa 45 Sekunden lang scharf angebraten werden. „Anschließend kommt das Steak für etwa zehn Minuten in den 140 Grad heißen Backofen“, gibt der Fleischfachmann einen entscheidenden Tipp.

Auch der Sauerbraten mit Rotkohl ist in der bergischen wie auch der rheinischen Region als Festessen sehr beliebt. Eine ganz besondere Spezialität bietet das Fleischereifachgeschäft seinen Kunden in der Advents- und Weihnachtszeit: Dann gibt es die traditionelle Schlesische Bratwurst – eine feine Kalbsbratwurst mit Zitronenabrieb. Sie ist vor allem im Gebiet östlich der Oder/Neiße-Grenze im ehemaligen deutschen Schlesien sehr beliebt und galt dort vor allem als traditionelles Weihnachtsessen, weshalb sie auch nur in der Vorweihnachtszeit hergestellt wurde. Für diese Spezialität kommen die Kunden von weit her, um die Schlesische Bratwurst bei der Metzgerei Kriegel zu kaufen. Auch in der eigenen Familie ist sie das traditionelle Weihnachtsessen, zusammen mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. „Ich habe mein Leben lang zu Weihnachten nicht anderes bekommen“, berichtet Stefan Kriegel mit Vorfreude auf das Festessen.

  • Ansichtssache : Im Einsatz für Europa und eine lebendige Kleinstadt

Solche familiären Traditionen bleiben oft über Jahrzehnte bestehen. Daher wissen die meisten Familien auch genau, was es an den Weihnachtstagen zu Essen geben soll – vom Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat bis zur Wildpfanne. „Fondue und Raclette“ gehen auch immer“, fügt Stefan Kriegel hinzu. Die Zubereitung am Tisch, also in Form von Fondue oder Raclette, wird besonders in Familien am 24. Dezember immer beliebter.

Jetzt in der Adventszeit hat das Fachgeschäft auch besondere hausgemachte Spezialitäten wie Schinken und Salami im Sortiment, die sich mit Nudeln oder anderen Feinkostsachen zu einem geschmackvollen Präsentkorb arrangieren lassen.

Wer keine Lust aufs Kochen hat, muss dennoch nicht auf eine warme Mahlzeit verzichten. Bis zum 23. Dezember bietet Kriegel den Mittagstisch mit wechselnden Gerichten an. Und selbst den traditionellen Rinderbraten können sich Kunden für Heiligabend auf Vorbestellung vorbraten lassen.

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