1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Schlager und Rock in kleinen Portionen im Kultur-Haus Zach

Kultur-Haus Zach in Hückeswagen : Schlager und Rock in kleinen Portionen

Am verkaufsoffenen Sonntag begeisterte die Remscheider Coverband „Framework“ mit drei Kurzkonzerten die Zuschauer im Kultur-Haus Zach. Vielen Zuhörern und den Musikern haben diese Lust auf mehr gemacht.

Die erdigen Bassklänge schallten bis auf die Islandstraße hinaus und lockten so manchen Besucher ins Kultur-Haus Zach. Dort gab die Remscheider Coverband „Framework“ am Sonntagnachmittag gleich drei Kurzkonzerte mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen. Kölsche Tön und Schlager waren ebenso dabei wie Popsongs und fetzig-harter Rock. „Wir sind breit aufgestellt und passen unser Programm individuell an, da wir auch zu Karneval oder in Schützenzelten spielen“, berichtete Keyboarder Oliver Lambert. Die Spielfreude der fünf Musiker war deutlich zu spüren, war es doch ihr erster Auftritt seit März. Während der Corona-Zeit hatten die Musiker in ihrem Probenraum neue Songs einstudiert und mit Claudia Masanovic-Weber eine neue Sängerin hinzubekommen.

Zuschauer Rolf Geese hatte gleich für zwei der drei Mini-Konzerte Eintrittskarten für je fünf Euro ergattert. „Es ist ein schöner Mix an Liedern“, lobte er die Programmvielfalt der Band. Nachdem die Helene-Fischer-Fans im Schlagerkonzert auf ihre Kosten gekommen waren, wurde es beim dritten Kurzkonzert besonders rockig. Mit Stücken wie „Sexy“, „I love Rock’n’Roll“ und „Tage wie diese“ zeigte besonders Sänger und Gitarrist Holger Tietz, was er draufhat – und das auch noch improvisiert mit Akustikgitarre, da die E-Gitarre kurzzeitig streikte. „Ihr müsst uns jetzt unterstützen“, forderte er das Publikum auf, das sich das nicht zweimal sagen ließ. Klatschend und wippend hielt es die Zuschauer kaum auf ihren Plätzen. „Es war top! Eine super Stimmung“, schwärmte Maria Klacik aus Radevormwald. Und auch Thomas Seibt und Nicole Bröcking ließen sich von der guten Stimmung anstecken, die „Framework“ mit ihren Liedern verbreitete. „Es war super und hat sich richtig gelohnt“, sagte das Paar.

Die Stimmung erinnerte an die früheren Auftritte der Band „Jokebox“ auf der BM-Bühne im Island zum Altstadtfest. Stefan Noppenberger vom Trägerverein des Kultur-Hauses war zufrieden mit der Resonanz. „Die Musik kommt gut an und es ist zeitgleich Werbung für uns“, betonte er. Wegen der Corona-Auflagen sei in diesem Jahr das Altstadt-Café mit Waffelverkauf nicht umsetzbar gewesen. „Es kamen dennoch viele Leute, die Waffeln essen wollten. Für uns ist das eine schöne Resonanz und zeigt, dass sich das Angebot eingebürgert hat.“

Auch die Zuhörer sahen den ersten Auftritt von „Framework“ in Hückeswagen als Erfolg. „Wir kommen gerne wieder und dann kommen alle, die hier sitzen, kostenfrei rein“, meinte Sänger Holger Tietz euphorisch.