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Hückeswagen: Schilderdiebe in Pixberg unterwegs

Hückeswagen : Schilderdiebe in Pixberg unterwegs

Der grüne Hinweis auf den Weiler muss jetzt erst einmal neu bestellt werden. Dafür ist die Straßenmeisterei Wipperfürth zuständig.

Die Überraschung war groß, als Monika Lübbert vor einigen Tagen auf der Kreisstraße 11 in Pixberg unterwegs war. Das grüne Ortsschild, das normalerweise an der Straßenseite an der Einmündung Frohnhauser Weg steht, war verschwunden. „Der Ständer lag umgeworfen im Bankett, das Schild war fein säuberlich abgeschraubt worden“, berichtet die Anwohnerin. „Vermutlich ziert es jetzt entweder einen Partykeller oder ist ein Geschenk für jemanden mit dem Nachnamen Pixberg geworden.“

Solche Schilderdiebe seien immer wieder einmal im Stadtgebiet unterwegs, hat Roland Kissau vom Ordnungsamt beobachtet. Wenngleich das auch nicht allzu häufig vorkomme. Ein einfacher Lausbubenstreich sei das allerdings nicht. „Das ist eine Straftat, denn es handelt sich dabei um Diebstahl“, betont der städtische Mitarbeiter. Mit zirka 100 Euro sei ein solches Schild auch nicht gerade billig. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, betont Kissau daher.

In diesem Fall handelt es sich indes um eine Kreisstraße, weshalb der Geschädigte nicht die Stadt Hückeswagen, sondern der Oberbergische Kreis ist. Um den Fall werde sich nun dessen Tiefbauamt kümmern, sagt Kissau. „Da das Schild jedoch neu angefertigt werden muss, kann es von der Straßenmeisterei Wipperfürth oder auch dem Bauhof nicht direkt wieder aufgestellt werden.“

Iris Trespe, Pressereferentin der Kreisverwaltung, erläutert: „Die grüne Hinweistafel auf den Weiler Pixberg an der K 11 hat keine straßenverkehrsrechtliche Wirkung.“ Das neue Schild sei bereits durch die Straßenmeisterei bestellt worden – die Lieferung werde jedoch einige Wochen erfolgen. „Die Kosten, inklusive des Pfostens, der abgebrochen wurde, werden sich auf rund 200 Euro belaufen. Diese trägt die Straßenmeisterei – die auch nach eigener Entscheidung Strafanzeige stellen kann. Das wird wohl vor allem dann geschehen, wenn es Hinweise auf den Verursacher geben sollte“, sagt Iris Trespe. Der Kreis sei daher nicht weiter involviert, ergänzt die Pressereferentin.

(wow)