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Hückeswagen: Reichlich Ideen fürs Stadtmarketing

Marke Hückeswagen : Reichlich Ideen fürs Stadtmarketing

Knapp 30 Besucher beteiligten sich an einem Ideenpool des Stadtmarketings. Auch das Schloss und die Stadt als Sport-Stadt spielten dabei eine wichtige Rolle.

Anfang Oktober hatte sich das Stadtmarketing neu aufgestellt und zu einem Ideenpool geladen. Der fand jetzt statt – und die gewünschten Ideen sprudelten förmlich aus den knapp 30 Anwesenden. Dass munter gesponnen wurde, gehörte dazu. Oder wie Andrea Poranzke als Mitglied des neuen Vorstandstrios mit Frank Mombauer und Markus Beeh sagte: „Aus den verrücktesten Ideen entstehen oft richtig gute Sachen.“ Mombauer betonte auch: „Der Abend dient der Ideenfindung, wie wir Hückeswagen gemeinsam weiter nach vorne bringen können.“

Der 51-jährige, der seit 2001 in der Schloss-Stadt lebt, hatte 2003 das Remscheider Allee-Center geleitet und wollte damalige Netzwerkkontakte auch für Hückeswagen nutzen. „Es soll ein Miteinander aus Bürgern, Einzelhandel, Stadtverwaltung und Stadtmarketing werden“, betonte er. Einzelhändler Bernd Lammert hielt einen Zettel hoch. „Ich habe mir einige Gedanken gemacht, wie wir Hückeswagen populärer werden lassen können. Wir brauchen eine Marke, bei der man sich sofort an unsere Stadt erinnert – so wie Leipzig das Marzipan oder Bad Segeberg die Karl-May-Spiele haben.“ Seine Ideen reichten vom Zirkus-Festival über ein Tagesfeuerwerk bis zu einem Straßenmusikfestival. Natürlich ging es auch um das Schloss als Aushängeschild. „Unser Schloss könnte so etwas sein – wir überlegen ja gerade auch in Hinblick auf die Regionale 2025, was wir aus dem Thema Schloss-Stadt machen können“, sagte Bürgermeister Dietmar Persian. Er stellte die rhetorische Frage: „Welches Potenzial hat unser Schloss?“ Und gab die Antwort gleich selbst: „Das Schloss ist viel zu schade, um nur ein Bürogebäude zu sein.“

Auch das Thema Sport-Stadt wurde ins Spiel gebracht. Florian Templin berichtete, dass es künftig im ATV eine neue Leichtathletik-Abteilung geben werde. Zudem sei er im Gespräch mit Olympioniken im Diskus-, Kugelstoß- und Speerwurf-Bereich. „Den Sommer-Bob wird es ja vermutlich nicht mehr geben – aber dafür wohl im Sommer 2021 einen Sommer-Wurf. Ein Konzept habe ich der Stadtverwaltung vorgelegt. Und auch die Olympioniken werden gerne kommen“, sagte Templin.

Ute Seemann von Kindermoden „Bubble’s“ nannte für die Werbegemeinschaft Event-Veranstaltungen, an denen man auch künftig festhalten wolle. „Dafür sollte es sowohl eigene Veranstaltungen von uns Einzelhändlern geben, aber auch gemeinsame Veranstaltungen. Bei denen sollten wir gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen“, sagte sie. Uwe Heinhaus vom Spielwarengeschäft regte an, am Schloss zum Maifest einen Maibaum aufzustellen. „Ich fände auch einen schönen Stoffmarkt interessant – wir als alte Tuchmacherstadt sind dafür doch prädestiniert“, sagte Heinhaus. Er kenne das Konzept aus Krefeld. „Dort ist das ein Riesenerfolg.“

Monika Winter von der Stadtverwaltung regte eine „Lange Tafel auf der Islandstraße“ an: „Wir stellen die Tische auf, jeder bringt Brötchen und Kuchen mit – dann gibt es ein schönes Miteinander“, sagte sie. Auf den Einwurf, dann doch auch die Gastronomie mit ins Boot zu nehmen, sagte sie: „Das wäre schön, hat sich aber bereits früher als schwierig erwiesen.“

Alle Ideen sollen den Bürgern präsentiert werden am Montag, 14. Januar, ab 19 Uhr. Die Örtlichkeit wird noch bekanntgegeben.