Hückeswagen: Rattenköder bleiben präventiv ausgelegt

Hückeswagen : Rattenköder im Stadtgebiet bleiben präventiv ausgelegt

Nachdem vor fünf Jahren vor allem im Zentrum viele Ratten gesichtet worden waren, ließ die Stadt spezielle Köderstationen mit Gift aufstellen. Die Situation hat sich seither zwar beruhigt, die 150 Kästen im Stadtgebiet bleiben erst einmal aber an Ort und Stelle.

Sie sind unauffällig, dennoch Teil des Stadtbilds: 150 schwarze Kästchen, etwa so groß wie Schuhkartons, die überall in Hückeswagen verteilt sind. Dabei handelt es sich um Rattenköderstationen, die von der Stadtverwaltung aufgestellt wurden. Hintergrund waren vermehrte Beschwerden von Einwohnern, die Ratten im öffentlichen Bereich, vor allem in der Innenstadt, gesehen hatten. 2014 stieg die Zahl der Beschwerden so massiv an, dass die Stadtverwaltung aktiv wurde. „Die Schädlingsbekämpfung im öffentlichen Bereich ist eine städtische Aufgabe. Wegen der vermehrten Zahl der Beschwerden hatten wir erstmals im Mai 2014 eine Fachfirma damit beauftragt, die Rattenköderstationen zu bestücken“, sagt Roland Kissau vom Ordnungsamt auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Kästen wurden daraufhin in der gesamten Stadt verteilt und mit den Ködern bestückt. „Die Köder mit dem Rattengift werden zwischen Deckel und Gehäuse eingeklemmt. Das ist wichtig, damit die Köder nicht von anderen Tieren oder Kindern verschleppt werden können“, erläutert Kissau. Aktuell seien es 150 Stationen, die allerdings derzeit nur präventiv aufgestellt seien. „Die Situation scheint sich jedenfalls deutlich entspannt und gebessert zu haben“, bestätigt Kissau. „Wir bekommen so gut wie keine Meldungen mehr über Ratten im öffentlichen Bereich.“ Die Köderstationen blieben dennoch bis auf Weiteres stehen.

Wer allerdings einen der Nager im Stadtgebiet sieht, sollte sich direkt an das Ordnungsamt wenden. „Wichtig sind dazu natürlich möglichst konkrete Angaben über den Ort, an dem die Ratte gesichtet wurde“, betont Kissau. „Wir werden dann in jedem Einzelfall das weitere Vorgehen mit der von uns beauftragten Fachfirma absprechen.“ Da in den Ködern Gift enthalten sei, sollten diese unter keinen Umständen berührt werden. Wenn jedoch einmal das Haustier oder das Kind Kontakt damit gehabt haben sollte, sollte man auf jeden Fall direkt einen Arzt oder Tierarzt aufsuchen.

Hinweise an Tel. 02192 88212 (Kissau) oder per E-Mail an roland.kissau@hueckeswagen.de.