1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen Radweg nach West 2 ist asphaltiert

Mobilität in Hückeswagen : Radweg nach West 2 ist asphaltiert

Aus einem Trampelpfad wird eine Fahrradtrasse. Die Kosten: rund 74.000 Euro. Viele Mitarbeiter, die in Betrieben in West 2 beschäftigt sind, kommen inzwischen mit den Fahrrad.

Der Vormittag ist sonnig und warm. Ein wenig wärmer aber ist es direkt oberhalb der Oberfläche des Radwegs, der mittlerweile von Dörpe hoch zum Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg führt. Im August begannen die Bauarbeiten der 110 Meter langen Verbindung, jetzt ist die Asphaltschicht durch eine Wuppertaler Fachfirma aufgetragen worden.

Die Ursprünge für diesen Verbindungsweg liegen bereits vier Jahre zurück, im August 2016 hatte Bauamtsleiter Andreas Schröder im Planungsausschuss das Projekt vorgestellt. Die Stadt hatte für die rund 74.000 Euro teure Baumaßnahme im Januar dieses Jahres Fördergelder in Höhe von 42.900 Euro von der Bezirksregierung genehmigt bekommen.

Enver Kayan von der Firma Teerhof aus Wuppertal ist mit seinen Mitarbeitern  schon seit sieben Uhr bei der Arbeit. Auf die Schotterschicht, die als Frostschutz dient, haben die Bauarbeiter eine acht Zentimeter grobe Tragschicht aufgetragen. Die dampft an manchen Stellen noch, strahlt eine Menge Wärme und den typischen Asphaltgeruch ab. Dann fährt ein großer Lkw an, der sich langsam und vorsichtig die rund 100 Meter Fahrradweg herunterbewegt, wo schon eine große Maschine bereitsteht. „Dort wird nun die Feinschicht eingefüllt, die dann verteilt wird“, sagt Kayan. Drei weitere Zentimeter werden so aufgetragen.

Ein Mann bedient die Maschine, vier weitere sind mit Schaufeln, Schubkarre und Besen dahinter bei der Arbeit und verteilen die Teerschicht gleichmäßig. „90 Prozent der Feinschicht werden mit der Maschine aufgetragen, die restlichen zehn Prozent werden dann mit der Walze verdichtet“, sagt der Vorarbeiter. An der Kante, an der sich der alte und der neue Radweg berühren, haben die Bauarbeiter eine Bitumenschicht aufgebracht, damit die Fuge dicht ist. „Der Asphalt ist am Mittwochabend bereits ausgehärtet und könnte befahren werden“, sagt Kayan. Allerdings seien die Arbeiten dann noch nicht vollständig abgeschlossen. „Die Firma Dohrmann wird dann noch die Bankette am Rand des Fahrradweges erstellen, damit die Kante nicht abbröckelt und auch das Oberflächenwasser vom Belag gut abgeleitet werden kann“, sagt der Wuppertaler. Die Bauarbeiten seien  nach Plan verlaufen, ergänzt er noch.

Diese Radwegverbindung ist entstanden, weil immer mehr Mitarbeiter, die in West 2 arbeiteten, mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle kommen und dabei nicht den Umweg über Winterhagen nehmen wollten. Der  entstandene Trampelpfad habe sich immer größerer Beliebtheit erfreut, auch bei Spaziergängern, die etwa von Scheideweg zur ehemaligen Bahntrasse kommen wollten. Die guten Erfahrungen mit der Fahrradtrasse hatten die Stadtverwaltung seinerzeit auch die Entscheidung für die – teurere – Asphalt-Ausführung treffen lassen.