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Hückeswagen/Radevormwald: Bürgermeister wollen im Nordkreis impfen

Schwerpunktpraxis in Hückeswagen/Radevormwald? : Bürgermeister wollen im Nordkreis impfen

Nach dem Erlass des Landesgesundheitsministerium hoffen die Bürgermeister von Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth darauf, dass zumindest in einer ihrer Kommunen eine Schwerpunktpraxis oder ein dezentrales Impfzentrum eingerichtet werden kann.

Entfällt bald für viele Senioren die ungeliebte Fahrt ins weit entfernte Impfzentrum in Gummersbach? Diese Frage kann zwar noch nicht mit ja beantwortet werden, aber die Chancen stehen gut. Lässt doch das Landesgesundheitsministerium nun auch Dependancen der Impfzentren zu. So soll etwa Wermelskirchen eine Schwerpunktpraxis für den Rheinisch-Bergischen Kreis bekommen (die BM berichtete). Für Oberberg ist dagegen noch nichts in trockenen Tüchern, wie unsere Redaktion auf Anfrage erfuhr. Die Bürgermeister von Radevormwald (Johannes Mans), Hückeswagen (Dietmar Persian) und Wipperfürth (Anne Loth) setzen jedoch ihre Bemühungen fort, „eine dezentrale Impfung gegen das Coronavirus in den Nordkreis-Kommunen zu forcieren“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Sie begrüßen die Initiative des Ministeriums und haben ihre Bereitschaft zur Hilfe bei der Organisation örtlicher Impfungen zum Beispiel durch dezentrale Impfteams und Schwerpunktpraxen zugesagt. Unmittelbar nach dem Ministeriumserlass Anfang der Woche hatten sie Gespräche mit verschiedenen Akteuren in ihren Kommunen aufgenommen. Zudem informierten sie den Landrat: „Wir sehen die neue Entwicklung als sehr positiv an und haben deshalb die gemeinsame Initiative ergriffen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.“ 

Die drei Kommunen bieten sich laut Persian, Loth und Mans an, die Entwicklung der dezentralen Impfung zu fördern und auszubauen. Mindestens eine Schwerpunktpraxis für das Impfen sollte im Nordkreis liegen. Wegen der Entfernung zum Impfzentrum kämen vor allem Radevormwald und/oder Hückeswagen infrage. Die Fahrten zum Impfzentrum in der Kreisstadt stellten gleich in mehrfacher Hinsicht für die Bürger eine Herausforderung dar. „Da wollen wir abhelfen und besonders den Sorgen und Ängsten der Radevormwalder und Hückeswagener Rechnung tragen“, sagen Mans, Persian und Loth. Dem Kreis boten sie ihre Unterstützung bei der Organisation an.

(büba)