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Hückeswagen/Radevormwald: Ab Sonntag wird im Kreis geimpft

Hückeswagen und Radevormwald in der Corona-Krise : Ab Sonntag wird im Kreis geimpft

Zwei mobile Teams werden am 27. Dezember in der Kreismitte in zwei Seniorenheimen unterwegs sein. Im Kreisnorden geht es erst in der nächsten Woche los. Wo genau, sagte der Landrat in einer Videokonferenz nicht.

Es sind zwar erst einmal nur 180 Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech, die am Sonntag, 27. Dezember, verabreicht werden. Sie bilden aber den Start der kreisweiten Impfaktion gegen das Coronavirus. Das teilte Landrat Jochen Hagt am Mittwochnachmittag in einer Videokonferenz mit. Ärzte und Medizinisches Fachpersonal werden in zwei Seniorenheimen aus der Kreismitte einmal 40 und einmal 140 Impfdosen bei Bewohnern und Mitarbeitern injizieren. In welchen Städten oder um welche Heime es sich handelt, wollte Hagt nicht mitteilen. Er verwies darauf, „dass wir die Impftätigkeit nicht durch einen Rummel beeinträchtigen und die Leute beunruhigen wollen“.

Bis zum Jahresende werden dem Kreis insgesamt etwa 2200 Dosen Impfstoff durch das Landesgesundheitsministerium zur Verfügung gestellt: „Am 29. und 30. Dezember erhalten wir weitere jeweils etwas mehr als 1000 Dosen“, berichtete Ralf Schmallenbach, Gesundheitsdezernent der Kreisverwaltung. Dann sollen die mobilen Teams auch in Einrichtungen im Nordkreis impfen – auch hier nannten die Verantwortlichen keine konkreten Namen oder die jeweilige Stadt. Geimpft werden zunächst die Über-80-Jährigen sowie Bewohner und Mitarbeiter aus der Pflege und Betreuung der Senioren- und Pflegeheime. Wann dann auch andere Oberberger geimpft werden können, ist derzeit noch unklar.

Am Mittwoch erließ der Kreis zudem eine weitere Allgemeinverfügung mit drei Schwerpunkten, die heute, Heiligabend, in Kraft tritt und zunächst bis zum 10. Januar befristet ist. Demnach müssen Besucher von Alten- und Pflegeeinrichtungen, in denen mindestens ein positiver Corona-Fall bekannt ist, verpflichtend eine FFP2-Maske tragen. Für Silvester gilt kreisweit ein Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen. Auf privaten Grundstücken dürften Raketen abgeschossen werden, „aber Partys sind verboten“, stellte der Landrat klar. Das Feuerwerksverbot soll dazu beitragen, dass es eben nicht zu größeren Menschenansammlungen kommt, bei denen dann womöglich auch die Hygiene- und Abstandsregelungen nicht eingehalten werden. Und zudem wurde in den fünf oberbergischen Kommunen mit den meisten Corona-Infizierten ein Verbot für Präsenzgottesdienste ausgesprochen: für Radevormwald (108 Fälle), Gummersbach (257), Bergneustadt (174), Nümbrecht (94) und Waldbröl (208).

Einige Kirchengemeinden in Radevormwald hatten bereits die Entscheidung getroffen, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Es werden unter anderem Alternativen wie aufgezeichnete Gottesdienste und Predigten angeboten, die Gläubige im Internet aufrufen können. Andere Gemeinden hatten bislang Messen und Gottesdienste unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geplant.