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Hückeswagen/Radevormwald: 19 Jugendliche empfangen Firmung

Seelsorgeverband Radevormwald-Hückeswagen : 19 Jugendliche empfangen die Firmung

Weihbischof Ansgar Puff spendete am Freitagabend das Sakrament in der Hückeswagener Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, dem größten Gotteshaus im Seelsorgeverband. Coronabedingt war die Firmung dieses Jahr zweigeteilt worden.

Wegen Corona musste die Firmung im Pfarreienverband Radevormwald-Hückeswagen dieses Jahr in zwei Teilen gefeiert werden. Vor vier Wochen war die erste Gruppe zusammengekommen, um von Weihbischof Ansgar Puff das Sakrament der Firmung zu empfangen. Am Freitagabend war dann die zweite Gruppe, bestehend aus 19 Mädchen und Jungen aus Radevormwald und Hückeswagen, an der Reihe. „Eine so leere Kirche bei einer Firmungsfeier habe ich tatsächlich noch nie gesehen – aber es geht leider nicht anders“, sagte Pfarrer Marc D. Klein in seiner kurzen Begrüßung. Die Feier leitete dann Weihbischof Puff, der betonte, dass er sehr gerne wieder in die Schloss-Stadt gekommen sei.

In der Tat war die Kirche relativ leer, um die Abstände einzuhalten. Neben den Firmlingen waren nur die engsten Familienmitglieder sowie die Paten und Katecheten zugelassen. Schön war jedoch, dass die Firmung von einem kleinen Chor sowie Musik von Klavier und Querflöte musikalisch untermalt wurde. Eine Heilige Messe ohne Gesang wäre schließlich doch nur halb so feierlich geworden.

Ehe das Sakrament der Firmung dann gespendet wurde, schaffte es der Weihbischof in seiner Predigt, die Jugendlichen sehr gut anzusprechen. Als Thema hatte er einen Film gewählt, den er noch vor der Corona-Pandemie im Kino gesehen hatte. Der Western habe eine besondere Herangehensweise an die Themen Vergebung und Hoffnung gezeigt, die ihm nicht aus dem Kopf gegangen sei. „Ein Schauspieler sagte auf die Regieanweisung, nicht in Hass, Rache und Tod aufzugehen, den Satz: ‚Wenn du ein Opfer findest, das dem Täter vergibt, schreiben wir ein neues Drehbuch.’“ Er habe erkannt, dass Jesus derjenige sei, der auch als Opfer vergeben könne. „Gott hat durch Jesus dieses neue Drehbuch geschrieben: Gott hat Jesus lebendig gemacht“, betonte Puff.

Der Weihbischof vermochte es, die Jugendlichen anzusprechen und ihnen jenseits der trockenen Theologie etwas Praktisches mit an die Hand zu geben. „Es gibt genug Beispiele aus dem realen Leben, in denen die Liebe den Hass besiegt“, versicherte er. Etwa das der spanischen Journalistin, die als Zwölfjährige bei einem Bomben-Attentat ihre Beine verlor, daran aber nicht im Hass zerbrach. „Sie hat die Kraft zu vergeben. Und die hat sie vom Heiligen Geist bekommen“, sagte Puff. Dieser Heilige Geist könne die Menschen verändern. „Er ist ein Geschenk Gottes – probiert dieses Geschenk aus!“