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Hückeswagen: „Projektcircus Proscho“ zu Besuch an der Grundschule Wiehagen

Projektcircus macht Station an Hückeswagener Grundschule : Grundschüler begeistern mit Zirkusshow

Zum dritten Mal war der „Projektcircus Proscho“ zu Besuch an der Grundschule Wiehagen und sorgte für viele unvergessliche Augenblicke. Die vier Aufführungen am Wochenende waren der krönende Abschluss der Projektwoche.

Wenn heute an der Grundschule Wiehagen wieder ganz normaler Unterricht stattfindet, wird das für die Schüler und Lehrer eine große Umstellung sein. Denn die vergangene Projektwoche stand ganz unter dem Motto „Zirkus“. Mit den Profis der Familie Maatz, die seit mehr als zehn Jahren mit ihrem „Projektcircus Proscho“ durch die Städte zieht, hatten die Schüler innerhalb von nur fünf Tagen verschiedene Zirkusnummern einstudiert – alles im Hinblick auf die große Zirkusvorführung.

Jeweils etwa 50 Kinder bestritten am Freitag und Samstag eine von vier Zirkusshows und begeisterten die Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde, die sich zahlreich auf den Zuschauerrängen eingefunden hatten. „Jede Show ist anders, aber alle sind gleich begeisternd“, sagte Schulleiterin Claudia Paradies.

Zirkusstimmung kam sofort auf, denn neben dem Zirkuszelt mit Manege gab es auch Zuckerwatte und Popcorn sowie die komplette Bandbreite an Technik – vom Laser bis zur Nebelmaschine.

Den Auftakt machte die Hula-Hoop-Gruppe, die mit zahlreichen Kunststücken und den neogelb-leuchtenden Kostümen beeindrucken konnten. Die Bodenakrobaten stellten mit einer Fackel, gold-glitzernden Gesichtern und den Göttergewändern die Olympischen Spiele dar. Mit viel Geschick bauten sie mehrstöckige Menschen-Pyramiden und verbeugten sich nach jedem akrobatischen Kunststück für den kräftigen Applaus und die Jubelrufe im ausverkauften Zirkuszelt.

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Mystisch wurde es, als eine Hexe und mehrere Zauberer die Manege betraten. Sie hatten gelernt, Gläser auf der Stirn zu balancieren und konnten damit sogar eine Leiter erklimmen – und zwar so hoch, bis ihre Köpfe in den Rauchschwaden der Nebelmaschine verschwanden.

Reichlich Mut hatten die kleinen Vampire, die am Trapez einige waghalsige Kunststücke vorführten, so dass dem Publikum zeitweise der Atem stockte. Allerdings nicht vor Sorge, denn die Kinder waren natürlich alle gut gesichert. Wohl aber zeigten sich die Eltern erstaunt darüber, wozu ihre Kinder in der Lage waren und was sie sich zutrauten. „Unser Sohn Moritz kam jeden Tag begeistert nach Hause, hat aber nur wenig erzählt, um die Spannung aufrecht zu erhalten“, sagte Jens Bollmann, Vorsitzender des Fördervereins. Sogar das Wetter spielte mit, wobei die Sonne die Temperaturen im prall gefüllten Zirkuszelt noch zusätzlich anheizte.

Nach der Halbzeitpause balancierten Tarzan, Jane und mehrere Äffchen auf einem nur wenige Millimeter dünnen Drahtseil. Die Erstklässler hatten sich für die Aufführung in gefährliche Raubtiere verwandelt. Der Anblick der Kinder in den flauschigen Fellkostümen und mit ihren bemalten Gesichtern ließ die Zuschauer vor Rührung dahinschmelzen.

Einen riesigen Applaus erhielten die Clowns, deren Auftritt das Herzstück eines jeden Zirkus‘ ist. Gleich zweimal traten sie auf, stibitzten die Eintrittskarten der Zuschauer, machten Späße und ordentlich Party und heizten damit die ohnehin schon gute Stimmung noch weiter an.

Bürgermeister Dietmar Persian, der eine der Samstagvorstellungen des besuchte, war überwältigt von den vielen talentierten Kindern und strahlenden Kinderaugen. „Ich bin ganz begeistert. Das war der Höhepunkt meiner Woche“, sagte Persian. Der Dank der Schulpflegschaft ging an die Familie Maatz vom „Projektcircus Proscho“, die eine tolle Arbeit geleistet hatte. Jens Bollmann dankte zudem dem Lehrerkollegium nebst Schulsekretärin Elisabeth Müller für das unerschöpfliche Engagement. „Ich bin selbst noch etwas sprachlos, was in einer Woche auf die Beine gestellt worden ist“, sagte der Fördervereinsvorsitzende.

Manche Schüler hatten vor dem Auftritt aber auch mit Lampenfieber zu kämpfen und mussten sich überwinden, vor so einem großen Publikum aufzutreten. „Durch Corona kennen die Kinder so große Veranstaltungen nicht mehr“, vermutete Lehrerin Barbara Heinrichs. Das Gros der Kinder sei aber an seinen Aufgaben gewachsen und gehe gestärkt daraus hervor. Und genau das ist der Grund, warum diese Art der Projektwoche so erfolgreich ist.