Hückeswagen: Polizei warnt vor einem dreisten Betrug am Telefon

Warnung: Polizei warnt vor einem dreisten Betrug am Telefon

Diesen Anruf am Dienstag wird eine 85-jährige Frau so schnell nicht vergessen: Ein männlicher Anruf gab sich als ihr Enkelsohn aus. Sie sollte auf einen ganz perfiden Trick reinfallen.

Betrüger lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen. Mit einer besonders dreisten Masche gingen die Täter Dienstagvormittag in Wipperfürth vor. Wie Polizeipressesprecherin Monika Treutler mitteilte, erhielt eine 85-Jährige einen Telefonanruf. Eine männliche Stimme gab sich als ihr Enkelsohn aus und gab an, dringend Bargeld zu benötigen, das er ihr in Kürze zurückzahlen wolle. Dafür ließ er sich dann auch gleich von der Seniorin die Kontoverbindung nennen. Kurz nachdem sie dem Anrufer die Kontoverbindung genannt hatte, erhielt sie einen weiteren Anruf. Ein angeblicher Mitarbeiter ihres Geldinstituts meldete sich und teilte der 85-Jährigen mit, dass soeben eine Zahlung von ihrem Enkel auf ihrem Konto eingegangen sei.

„Der Seniorin fiel der Betrugsversuch zunächst nicht auf. In dem Glauben, dass sie ihrem Enkelsohn helfen würde, ging sie zu ihrer Bank und hob eine nicht unbeträchtliche Summe ab“, berichtet Monika Treutler. Kurze Zeit später meldete sich erneut ihr angeblicher Enkel. Er teilte ihr mit, dass ein Bekannter das Geld um 12 Uhr abholen würde. Als sie den Treffpunkt am Sonnenweg aufsuchte und den Unbekannten sah, der dort eine andere ältere Frau ansprach, überkamen sie Zweifel. Sie kehrte in ihre Wohnung zurück. Zwei Stunden später erhielt sie erneut einen Anruf. Ein Anrufer gab sich nun als Polizeibeamter aus. Er gab an, die Gespräche im Rahmen einer Abhörmaßnahme verfolgt zu haben. Der Anrufer teilte der 85-Jährigen mit, dass sie offenbar Opfer eines Betruges sei. Nun würde die Polizei aktiv werden. Das abgehobene Geld müsste aber jetzt erstmal in Sicherheit gebracht werden. Von dieser Geschichte ließ sich die 85-Jährige nun nicht mehr in die Irre führen. Sie verständigte ihre Tochter, die die Polizei informierte.

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Der unbekannte Täter bei der Beinahe-Geldübergabe war etwa 20 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, trug kurze braune Haare, hatte eine schmale Statur und wirkte vom äußeren Erscheinungsbild deutsch. Zeugenhinweise unter Tel. 02261 81990. Die Polizei warnt vor den Maschen der Betrüger. „Die beste Methode sich zu schützen, ist es, die Tricks zu kennen. Sprechen Sie mit ihren Angehörigen, Freunden oder Nachbarn“, rät Treutler. Niemals sollte man Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preisgeben. „Kommt ein Anruf verdächtig vor, sollten Betroffene die Polizei unter Tel. 110 informieren.

(rue)
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