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Hückeswagen: Polizei hat die Biker bereits im Blick

Lärmpegel-Messung in Hückeswagen : Polizei hat die Biker bereits im Blick

Am Karfreitag kontrollierte die Polizei am Beverdamm insbesondere die Lautstärke der Motorräder. Zwar waren aufgrund des Wetters über Ostern wenige Biker unterwegs, die Polizei zeugte dennoch schonmal Präsenz.

Es mag am kühlen Osterwetter gelegen haben, dass am Karfreitag eher das Blöken der Schafe am Beverdamm zu hören waren, als knatternde Auspuffrohre. Dennoch hatten sich die Motorradpolizisten Stefan Nahrgang und Axel Bleyel von der Kradgruppe des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde am Staudamm der Bever-Talsperre postiert, um Motorradfahrer zu überprüfen.

Ausgestattet mit einem Schallpegelmessgerät, überprüften die Beamten bei einem Verdacht die Lautstärke der Motorräder. „Das Schallpegelmessgerät ist ein Vortest, ähnlich wie beim Atem-Alkoholtest“, erläuterten sie. Sollten die gemessenen Daten nicht mit denen im Fahrzeugschein übereinstimmen, schließt sich eine technische Überprüfung durch einen Sachverständigen an. „Dann wird’s teuer“, fügte Nahrgang hinzu.

Die kurvigen Strecken im Bergischen Land werden bei schönem Wetter gerne und häufig für Spazierfahrten von Auto- und Motorradfahrern genutzt, die vereinzelt mit dem Klang ihrer Motoren bzw. Auspuffe protzen. Die Anwohner leiden dann besonders unter dem ansteigenden Verkehrslärm. Mit der Öffnung der K 5 zwischen Kleineichen und dem Beverdamm, wo ein neuer Rad- und Gehweg angelegt wurde, ist seit Ende März auch wieder die Fahrt Richtung Bevedamm uneingeschränkt möglich. Über die Osterfeiertage hielt sich der Verkehr auf dieser Strecke jedoch in Grenzen – das Wetter war dann wohl doch zu wenig attraktiv. An den warmen Tagen zuvor sah das mitunter jedoch anders aus. Die Polizei bleibt jedenfalls mit einer konsequenten Verfolgung bei Überschreitung der zulässigen Lautstärke am Ball.

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Auf eine zusätzliche Geschwindigkeitsmessung der Biker wurde am Karfreitag verzichtet. Im vorigen Jahr waren die Verkehrsunfälle mit Kradfahrern im Oberbergischen Kreis auf 90 gesunken – ein Unfall ging tödlich aus. Das Durchschnittsalter der Verunglückten betrug 48 Jahre; im Nordkreis hatten 72 Prozent von ihnen ein auswärtiges Kennzeichen. „Auf die gesunkenen Unfallzahlen hatte die Corona-Situation einen Einfluss“, erläuterte Bleyer. Da die Menschen im Lockdown zu Hause bleiben sollen, waren 2020 nicht nur weniger Biker auf den Straßen, es wurden auch weniger Einbrüche gemeldet. „Auf den Landstraßen waren die Kradfahrer aber schneller unterwegs, da sie freie Fahrt hatten“, berichtete der Polizist von der Kehrseite der Medaille.