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Hückeswagen: Poetry-Slammer Sascha Thamm in Bestform im Haus Zach

Kultur in Hückeswagen : Gut gelaunter Sascha Thamm begeistert im Kultur-Haus

Zum dritten Mal war der Remscheider Autor und Poetry-Slammer in Hückeswagen zu Gast. Und mit jedem Mal ist er besser geworden. Das Publikum lachte herzlich über seine Texte, die teilweise regionalen Bezug hatten.

Ein Gutes hat die mehrmonatige Zwangspause für Künstler doch: Sie sind alle hochmotiviert, wenn sie ihre Bühnenabstinenz endlich wieder beenden können. Das merkte man am Freitag im mit mehr als 30 Besuchern gut gefüllten Kultur-Haus Zach, als der Remscheider Autor und Poetry-Slammer Sascha Thamm die Treppe heruntersprintete und sein Publikum begrüßte. Im Kultur-Haus Zach war er bereits zum dritten Mal zu Gast. Und begeisterte die Anwesenden gleich am Anfang nicht zuletzt mit einem echten Gassenhauer, der noch dazu in der Schloss-Stadt spielte: „Sommer an der Bever, oder: Learning By Burning“.

Was den Wiederholungstätern im Publikum bald klar wurde: Thamm hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Bühnenprofessionalität gewonnen. Und er war dazu offensichtlich in Plauderlaune, denn er erzählte viel zwischen den Geschichten, die er aus seinen beiden Büchern „Dynamitfischen in Venedig“ und „Wildwasserrafting im Nichtschwimmerbecken“ vorlas. Etwa, dass er „perfektes Timing“ beim Veröffentlichungstermin des neuen Buches bewiesen habe. „Es kam pünktlich zu Corona raus. Jetzt habe ich eine Bücherburg im Schlafzimmer“, kommentierte er. Dieses launige Geplauder war mindestens so witzig, wie seine Betrachtungen zu Weinfesten an der Mosel oder die Schilderung eines wirklich heißen Sommertages.

Thamm ging auch auf regionale Themen ein. Neben der Bever-Talsperre, war das etwa der kindliche Zoobesuch in Wuppertal. Und auch wenn es regional eher unspezifische Themen wie die Baumarkt-Ode an die „Spechtmaske“ oder ein  Hasstext aufs Gemüsegrillen im Kugelgrill waren – die Lacher waren Thamm gewiss. Grit Glöckner-Kolodziej, die mit Mann und Tochter gekommen war, amüsierte sich prächtig. „Ich finde ihn absolut erfrischend“, sagte sie. Ihr Mann Stefan ergänzte: „Ich habe so viel gelacht, das hatte ich im Vorfeld nicht erwartet.“

(wow)