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Hückeswagen: Persian und Hospizgruppe unterstützen Corona-Gedenken

Hückeswagen erinnert an die Pandemie-Opfer : Persian und Hospizgruppe unterstützen Corona-Gedenken

Auch in Hückeswagen soll am Sonntag, 18. April, der Opfer der Corona-Pandemie gedacht werden. Der Bürgermeister und „Die Weggefährten“ rufen dazu auf, sich dem anzuschließen.

19 Männer und Frauen aus Hückeswagen hat die Corona-Pandemie bereits das Leben gekostet. Zu ihrem Gedenken und dem der fast weiteren 80.000 Tote deutschlandweit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für morgen, Sonntag, zu einem gemeinsamen Gedenken eingeladen. „Jede und jeder einzelne von diesen Frauen und Männern hinterlassen in ihren Familien eine Lücke und fehlen für immer“, unterstreicht Bürgermeister Dietmar Persian. „In Gesprächen mit trauernden Angehörigen spüre ich, wie groß der Schmerz ist.“ Besonders traurig stimme es ihn, wenn es vielfach nicht möglich gewesen sei, die Verstorbenen angemessen zu begleiten und Abschied zu nehmen.

 Persian erinnert auch an andere Betroffene – Hinterbliebene, Erkrankte mit unter Umständen langwierigen Folgen und Menschen, die mit psychischen Folgen zu kämpfen hätten. „Wir wollen uns auch solidarisch zeigen mit denen, die Angst um ihre wirtschaftliche Zukunft haben und die als Mitarbeitende in den verschiedenen Einrichtungen ganz besonders hart arbeiten müssen.“ Eine spezielle Veranstaltung seitens der Stadt sei derzeit zwar nicht möglich, auf dem Schloss weht am Sonntag aber die Stadtfahne auf Halbmast.

Auch die Hospizgruppe Hückeswagen „Die Weggefährten“ unterstützen das Gedenken der Toten der Corona-Pandemie. „Corona hat neben den Einschränkungen im täglichen Leben die Situation trauernder Angehöriger noch einmal zusätzlich erschwert“, betont das ehrenamtliche Mitglied Arnd Schael. Er erinnert daran, dass viele Menschen vor allem im ersten Lockdown nicht bei ihren sterbenden Angehörigen sein konnten und Beerdigungen häufig im kleinsten Kreis stattfanden und stattfinden. „Das tröstende Zusammensein danach ist auch kaum möglich, Gleiches gilt für Besuche bei den Betroffenen. All das hinterlässt bei Trauernden unter Umständen tiefe Spuren“, sagt Schael.

Die „Weggefährten“ begleiten nicht nur schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Zeit ihres Lebens entsprechend ihrer Wünsche und Bedürfnisse, sie wollen ebenso für die Menschen da sein, die zurückbleiben und in ihrer Trauer Unterstützung suchen. Schael: „Das gilt auch und erst recht in Zeiten der Corona-Pandemie.“ Deshalb bietet die Hospizgruppe den trauernden Angehörigen mittlerweile wieder Trauereinzelgespräche unter Beachtung der geltenden Corona-Bestimmungen an.

hospizgruppe-hueckeswagen.de

(büba)