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Hückeswagen: Osterfeuer müssen gemeldet werden

Stadtverwaltung Hückeswagen : Osterfeuer brauchen Genehmigung

Wer ein unangemeldetes Feuer abbrennt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Die Fastenzeit hat begonnen – nun ist Ostern auch nicht mehr ganz so weit. Und dann ist ja auch wieder die Zeit der Osterfeuer. „Diese schöne Tradition unterstützt die Schloss-Stadt Hückeswagen gerne. Aber es sind ein paar Regeln zu beachten“, berichtet Sprecher Torsten Kemper.

Osterfeuer dürfen nur in der Zeit zwischen dem 11. April (Ostersamstag) und 12. April (Ostersonntag) abgebrannt werden und müssen zwei Wochen vorher (also bis 28. März) schriftlich oder online beim Ordnungsamt angemeldet werden. Ein Formular mit allen wichtigen Angaben finden Interessierte auf der städtischen Homepage www.hueckeswagen.de unter dem Stichwort „Osterfeuer“. Der Antrag wird direkt online an die Stadtverwaltung gesendet.

Außerdem gibt es dort weitere Informationen – auch zu den Schutzabständen zu Gebäuden. Wichtig: Wer ein unangemeldetes Feuer abbrennt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. „Mit Kontrollen durch Ordnungsamt oder Feuerwehr muss gerechnet werden“, kündigt Kemper an.

Bei den sogenannten Brauchtumsfeuern dürfen nur unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie Pflanzenreste verbrannt werden. Das Verbrennen von beschichtetem und behandeltem Holz (auch Paletten, Schalbretter) und sonstigen Abfällen (wie Altreifen) ist verboten. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden. Die Feuerstelle darf frühestens zwei Tage vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, damit Tiere keinen Unterschlupf suchen und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden.

Brauchtumsfeuer müssen außerdem Mindestabstände einhalten: mindestens 100 Meter von Gebäuden, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, 25 Meter von sonstigen baulichen Anlagen, einzeln stehenden Bäumen, Wallhecken, Feldgehölzen, Gebüschen und Waldflächen, 50 Meter von öffentlichen Verkehrsflächen und 15 Meter von befestigten Wirtschaftswegen.

Das Osterfeuer muss ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, beaufsichtigt werden. Diese Personen dürfen den Verbrennungsplatz erst verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind.