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Hückeswagen: Ohne Verpackungsmüll einkaufen

Hückeswagener vermeiden Abfall : Ohne Verpackungsmüll einkaufen

Rund 40 Teilnehmer wollten im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung eine Woche lang so gut wie möglich auf Verpackungsmüll verzichten – was nicht immer einfach war.

Stefanie Heymann aus der Stadtverwaltung ist sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl bei der Hückeswagener Ausgabe der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. „Wir hatten 39 Personen, die sich angemeldet haben, teils waren es Einzelpersonen, teils Familien“, sagte Heymann. Die Aufgabe der ­­Teilnehmer war es, in der Zeit von Samstag, 20. November, bis Sonntag, 28. November, möglichst auf Verpackungsmüll jeglicher Art zu verzichten – und dann einen Feedbackbogen abzugeben. „Auf diese Weise wollen wir herausfinden, wie die Situation in unserer Stadt ist, wie schwer – oder leicht – es ist, ohne Verpackungsmüll einzukaufen“, sagt Stefanie Heymann. Die Aktionswoche fand europaweit statt, in der Schloss-Stadt wurde sie gemeinsam von der Stadtverwaltung und dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband organisiert.

Rund 30 Feedbackbögen waren bei Stefanie Heymann eingegangen, die Verwaltungsmitarbeiterin konnte einige Trends in den Antworten ausmachen. „Es gab sowohl eine Sache, die durch die Bank als positiv gesehen wurde, als auch eine, die ausschließlich als negativ aufgefasst wurde“, sagte Stefanie Heymann. Positiv sei die Situation vor allem bei Obst und Gemüse. „Hier sagten die Teilnehmer, dass sie problemlos ohne Plastikbeutel ihre Lebensmittel einkaufen konnten. Entweder konnte man das Obst und Gemüse ganz ohne Verpackung kaufen – oder Mehrwegnetze nutzen“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Außerdem könne man auch auf den Markt oder in den unterschiedlichen Supermärkten in der Stadt ausweichen.

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Auf der anderen Seite seien es vor allem die Frischwaren an der Fleisch-, Wurst- und Käsetheke, bei denen man ohne Plastikverpackungen gar nicht auskommen könne. „Hier ist es in keinem der Lebensmittelmärkte möglich, die eigenen Behältnisse mit der gewünschten Ware befüllen zu lassen“, sagte Stefanie Heymann. Die Möglichkeit habe es vor Corona beispielsweise im Edeka-Markt gegeben – allerdings könne man dies aus Hygienegründen seit Beginn der Pandemie nicht mehr machen. „Die meisten Rückmeldungen hatten den Tenor, dass es gutgetan hat, einmal ganz konkret auf das Thema Müllvermeidung zu achten. Aber man hat uns auch mitgeteilt, dass es gut war, dass es nur eine Woche gedauert hat“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Die Ergebnisse aus den Feedbacks der Teilnehmer wolle man nun verwaltungsintern besprechen. „Wir haben zudem im Bauamt einen Abfall-Frei-Tag eingeführt – wir wollen jeden Freitag auf jeden Müll verzichten“, sagte Stefanie Heymann. Auch solle die Aktionswoche im kommenden Jahr – „mit hoffentlich noch mehr Teilnehmern“, so Stefanie Heymann – wiederholt werden.

Die Gewinner der jeweils drei Einkaufs-Gutscheine in den Unverpackt-Läden in Wermelskirchen, Wipperfürth und Radevormwald, werden noch benachrichtigt. Die Gutscheine waren unter allen Teilnehmenden verlost worden.