Hückeswagen: Öl-Sperren auf der Vorsperre

Hückeswagen : Öl-Sperren auf der Vorsperre

Möglicherweise sind die Fremdstoffe über die Kanalisation in die Wupper gelangt.

Der Wasserpegel der Wupper-Vorsperre ist so dratisch gefallen, dass die Kanadische Wasserpest zum Vorschein kommt. Kein schöner Anblick. Das waren auch die Ölschlieren nicht, die ein Spaziergänger am Mittwochmorgen auf der Wasseroberfläche entdeckt und umgehend an den Talsperrenbetrieb des Wupperverbands gemeldet hatte. „Die Untere Wasserbehörde des Oberbergischen Kreises sowie der Kanalbetrieb und das Ordnungsamt der Stadt Hückeswagen waren ebenfalls vor Ort“, berichtet Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands.

Der Talsperrenbetrieb des Wupperverbands setzte derweil umgehend in der Vorsperre Ölsperren ein. Eine befindet sich nahe der blauen Fußgängerbrücke am Wanderparkplatz Mühlenweg, eine weitere am Überlauf zur Hauptsperre. „Das Öl wird mit Bindemittel aufgefangen“, erläutert Susanne Fischer. Außerdem habe der Talsperrenbetrieb den Wasserstand in der Vorsperre zum Schutz der Hauptsperre um 20 Zentimeter gesenkt. „Eine kleine Menge Öl ist allerdings aus der Vor- in die Hauptsperre gelangt“, teilt die Pressesprecherin mit. Wenn sich das am Ufer absetze, könne es mit Bindemittel aufgenommen werden.

Der Wasserpegel der Vorsperre wurde um 20 Zentimeter gesenkt, so dass nun die Algen zum Vorschein kommen. Foto: B. Müller

Der Talsperrenbetrieb wird die Entwicklung weiter beobachten. Fischer: „Bislang konnte er keine schädlichen Auswirkungen auf Fauna und Flora beobachten.“ Der  Kreis geht auf Anfrage bislang davon aus, dass die Einleitung über die städtische Kanalisation erfolgte. Die Vorsperre soll nun wieder angestaut werden, die Sperren bleiben bestehen.

((büba))
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