An der Bever in Hückeswagen Nur wenig Zuspruch für Kanu-Schnuppertour der RBS

Hückeswagen · Die Kanu-Schnuppertour der Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft findet jedes Jahr statt, aber dieses Mal war der Zuspruch gering. Vielleicht war die Konkurrenz zu groß.

 Leider waren nur wenige Teilnehmer bei der diesjährigen Kanu-Schnuppertour der RBS an der Bever.

Leider waren nur wenige Teilnehmer bei der diesjährigen Kanu-Schnuppertour der RBS an der Bever.

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Vermutlich war die Konkurrenz in der Nachbarstadt Wermelskirchen mit Kirmes und Festumzug zum Stadtjubiläum einfach zu groß – denn nur zwei Personen hatten sich am Samstagnachmittag zum Kanu-Schnuppertour der Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft (RBS) in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Reha-Sportverband NRW an die DLRG-Wachstation an der Bever-Talsperre gekommen.

„Es hatten sich einige mehr angemeldet, aber gekommen sind dann nicht alle. Und auch das THW, das eigentlich einige Teilnehmer vorgesehen hatte, musste kurzfristig absagen, weil man dort einen außerordentlichen Übungstag für ein Abzeichen hatte einschieben musste – was leider nur am Samstag möglich war“, sagte RBS-Vorsitzende Brigitte Thiel. Zusammen mit Edgar Begier vom NRW-Sportverband saß sie dennoch gemütlich am Ufer und betrachtete die beiden Kanus, die in weiter Entfernung auf der Talsperre unterwegs waren.

Die Zusammenarbeit sei nicht neu, vor „bestimmt 15 Jahren“, wie Begier sagte, habe er Brigitte Thiel kennengelernt. „Er war auf einer Reha-Messe mit seinen Kanus und wir sind ins Gespräch gekommen. Und seitdem bieten wir den Schnupperkursus einmal im Jahr an“, sagt die RBS-Chefin. Begleitet werde das integrative Angebot, das behinderte und nichtbehinderte Menschen in dem Boot zusammenbringen will, von der DLRG – die aber an diesem lauen Sommersamstag auch nicht allzu viel zu tun hatte.

„Das Ziel ist, dass die behinderten Menschen hier eine Veranstaltung haben, zu denen sie ihr Umfeld mitbringen können. Normalerweise ist es ja andersrum“, sagte Begier. Es gehe um Eigenständigkeit und Selbstständigkeit. „Und ums Ausprobieren. Zwei meiner Übungsleiter sind auch mit auf den Booten, aber die behinderten Menschen sollen auf dem See sprichwörtlich das Ruder übernehmen“, sagte Begier.

Es gehe letztendlich um die Inklusion, die seiner Meinung nach sehr wichtig sei. „Man merkt das auch im Profi-Behindertensport. Aber auch in Schule und Ausbildung ist Inklusion wirklich wichtig“, sagte Begier.

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