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Hückeswagen: Neuer Vorsitzender für Freundeskreis Stadtbibliothek

Stadtbibliothek Hückeswagen : Neuer Chef für den Freundeskreis Stadtbibliothek

Nach acht Jahren gab Dr. Rainer Hartmann den Vorsitz des Freundeskreises an Dr. Axel Bornkessel ab. Priorität hat weiterhin die Attraktivitätssteigerung der Stadtbibliothek – Ideen gibt es viele.

Der stetige Kampf um den Erhalt der Stadtbibliothek als „Wohnzimmer der Stadt“ ist geglückt. Dazu beigetragen haben die Stadtverwaltung und ihre Mitarbeiter, viele ehrenamtliche Helfer und Sponsoren sowie der Freundeskreis Stadtbibliothek, der acht Jahre lang von Dr. Rainer Hartmann geleitet wurde. Bei der aufgrund der Corona-Krise verspäteten Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Kultur-Haus Zach gab er sein Amt als Vorsitzender an Dr. Axel Bornkessel (77) ab. „Ich bin sicher, dass die Stadtbibliothek eine Perspektive hat“, sagte Hartmann, der sich auch weiterhin im Verein und auch im monatlichen Reparaturcafé in der Stadtbibliothek engagieren will.

Der neue Vorsitzende wird von den Beisitzern Edith Gerhards, Martina Heldmann und Lion Küpper unterstützt; Heike Fink führt die Kasse. Mit Lion Küpper verjüngt sich der Vorstand. „Ich engagiere mich gerne für die Bibliothek, damit die Stadt attraktiv bleibt“, versicherte der 26-jährige Hückeswagener. Er regte auch gleich dazu an, mehr auf E-Books zu setzen, wie beispielsweise via Springer-Link, bei dem mehr als 40.000 E-Books des Springer-Verlags aus verschiedenen Fachgebieten zur Verfügung stehen.

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Primäre Aufgabe des Freundeskreises ist es, die Attraktivität der Bibliothek zu fördern und zu erhalten. So wurde jüngst ein Computer-Arbeitsplatz mit Drucker eingerichtet. „Es muss nur noch ein Schreibprogramm installiert werden“, kündigte Bibliotheksmitarbeiterin Regina Stefer an.

Im Jahresbericht 2019 sprach Axel Bornkessel die enorm gesteigerte Besucherfrequenz an. Von den 6600 Besuchern liehen jedoch nur ein Drittel Medien aus – zwei Drittel nahmen an Gruppentreffen oder Aktionen teil. Durch die Reduzierung des Medienbestands wurde Platz für solche Zusammenkünfte in den Räumen an der Friedrichstraße geschaffen, wo sich unter anderem das Bürgercafé und der Literaturkreis treffen. Ebenso werden dort Deutsch- und Englischkurse angeboten. Bornkessel: „Die Bibliothek wandelte sich entschieden zu einem Ort der Kommunikation.“

Ein Plus von etwa 14.000 Euro hat der Förderkreis auf seinem Konto. Da ein gemeinnütziger Verein keine Reichtümer anhäufen darf, mahnte Kassenwartin Heike Fink zum sinnvollen Einsatz des Gelds. Geplant ist neben der Anschaffung neuer Medien ein geeigneter Zeitschriftenschrank. Die Stadt plant zudem eine neue Beleuchtung und einen neuen Anstrich. Die Mitglieder brachten weitere Aktionen wie Lesungen zum Tag des Buches, Krimiabende oder eine Stauden-Tauschbörse ins Gespräch, um mehr Lebendigkeit in die Bücherei zu bekommen. Trotz des guten Kassenstandes äußerte Bornkessel jedoch sein Unbehagen über die dafür benötigen Aufwendungen.

Hartmann regte derweil die Anschaffung eines 3D-Druckers an, von dem auch das Reparaturcafé profitieren würde, in dem fehlende Ersatzteile selbst hergestellt werden könnten – an Ideen mangelte er den Mitgliedern nicht.