„Nacht der Kunst 2.0“ am 6. Juni in Hückeswagen Kultur zum Mitmachen und Ausprobieren

Hückeswagen · Das Programm der „Nacht der Kunst 2.0“ steht weitestgehend, auch sind fast alle Plätze für die Künstler belegt. Organisatorin Marlen Nitzsche freut sich schon auf die Neuauflage im Rahmen des Feierabendmarkts am Donnerstag, 6. Juni. Worauf sich die Besucher freuen dürfen. . .

Bei der „Nacht der Kultur“ am 6. Juni werden, wie 2015, auch wieder Graffiti-Künstler dabei sein. Sie präsentiere ihre Werke im Bereich des Kultur-Hauses Zach.

Bei der „Nacht der Kultur“ am 6. Juni werden, wie 2015, auch wieder Graffiti-Künstler dabei sein. Sie präsentiere ihre Werke im Bereich des Kultur-Hauses Zach.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Wer sich derzeit mit Marlen Nitzsche unterhält, stellt schnell fest, dass die Hückeswagenerin ziemlich unter Strom steht. Der Grund dafür ist die „Nacht der Kunst 2.0“, die sie nach der erfolgreichen Erstauflage von 2015 für den 6. Juni organisiert. Und Planung ist ein Schlüsselwort, denn hinter der für die Besucher im besten Fall einfach nur gelungenen Veranstaltung steht ein knappes Jahr der Vorbereitung. Diese ist nun aber weitestgehend abgeschlossen, wie die 45-Jährige bestätigt. „Wir haben nur noch zwei oder drei freie Plätze, ansonsten sind alle Plätze vergeben. Wer also spontan noch Lust hat, etwas Künstlerisches zum Mitmachen auf die Beine zu stellen, kann sich gerne bei mir melden.“

Ebenfalls melden sollten sich Menschen, die größere Einweckgläser abzugeben habe und Pavillons als Leihgabe zur Verfügung stellen könnten. „Erstere für die Spreewaldgurken, die ich jetzt einlegen werde – übrigens sind die Gurken eine Spende der Gotteshütte –, und zweitere für die Stände, falls es doch ein wenig regnen sollte“, sagt Marlen Nitzsche. Das mag bei der aktuellen Witterung so unwahrscheinlich nicht sein, aber immerhin sind es noch rund eineinhalb Monate, bis die „Nacht der Kunst 2.0“ im Rahmen des ersten Hückeswagener Feierabendmarkts in diesem Jahr stattfinden wird. Am Donnerstag, 6. Juni, ist durchaus gutes Frühlings- oder sogar Frühsommerwetter zu erwarten.

Auch das Programm lässt eitel Sonnenschein erwarten. „Es geht unten an der Bushaltestelle an der Bahnhofstraße los, wo das Jugendzentrum mit seinem Kinderprogramm sein wird. Dann kommen die Feierabendmarktstände, ehe es bei Rita’s Weinlädchen wieder zur ‚Nacht der Kunst‘ wird“, berichtet die Organisatorin. Von dort an geht es, Stand um Stand, bis hoch zum Kultur-Haus Zach. „Von unten bis oben wird Moderator Markus Saxert unterwegs sein, und auch Fotografin Astrid Lorenz wird nicht nur ihre Fotografien im Kultur-Haus Zach ausstellen, sondern auch das ganze Geschehen fotografieren“, berichtet Marlen Nitzsche, die im Nachgang ein kleines Fotobuch für die Teilnehmer gestalten will.

Marlen Nitzsche organisiert auch die zweite „Nacht der Kunst“, die für Donnerstag, 6. Juni, angesetzt ist.

Marlen Nitzsche organisiert auch die zweite „Nacht der Kunst“, die für Donnerstag, 6. Juni, angesetzt ist.

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Das Mitmachen und Ausprobieren stehen an diesem Nachmittag und Abend klar im Vordergrund. „Man kann bei Gerlinde das Töpfern ausprobieren, sie steht vor dem Reisebüro an der Islandstraße. Daneben kann man bei Blumen Koch kleine Sträußchen binden, Steinmetz Hundhausen bringt den Besuchern sein Handwerk nahe, Friseur Kevin Gedert wird Musik machen, Andreas Reich aus Düsseldorf bastelt vor ,Stilmix‘ Figuren aus Draht und Andreas Kölsch ist mit seiner ‚Herstellerey‘ und Holzarbeiten vertreten“, zählt Marlen Nitzsche auf. Außerdem wird der Kulturverbund Remscheid „aus Klangschalen und Wasser Figuren machen – was genau das heißt, weiß ich auch noch nicht“, sagt die 45-Jährige lachend. Bei Body Art Remscheid bekommen die Besucher kleine Tattoos, und Fat Art Berlin wird auf dem Parkplatz vor dem Kultur-Haus Zach Graffiti-Kunst präsentieren. „Die fertigen Werke werden dann im Haus Zach auf allen Ebenen aufgehängt“, versichert Marlen Nitzsche.

Apropos Kultur-Haus Zach: Dort gibt es was zum Hören – allerdings nur für Ü18-Besucher, denn der Inhalt ist durchaus „sinnlich, erotisch, aber auch heiter“. So wird die Wipperfürther Autorin Kristina Sommer aus ihrem Roman „Bestie – Dein Verlangen ist seine Macht“ lesen, aber auch Poetry-Slam-Texte präsentieren.

Natürlich gibt es bei der „Nacht der Kunst 2.0“ auch etwas zur Stärkung. „Das sind die Spreewaldgurken, aber auch die Drehkartoffeln, die schon vom Altstadtfest und den verkaufsoffenen Sonntagen her bekannt sind. Auch hier gilt: Selbermachen ist Trumpf“, sagt Marlen Nitzsche. Auch der Stadtimbiss ist beteiligt, zudem wird es frisch hergestelltes Popcorn geben.

Die Vorbereitungen und Planungen mögen aufwendig und anstrengend gewesen sein. Was aber für Marlen Nitzsche zählt, und worüber die Hückeswagenerin sehr froh ist, ist der Rückhalt in der Schloss-Stadt und bei den Künstlern von außerhalb. „Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, auch mit Firmen wegen Sponsoring – und ich habe nie Ablehnung erfahren. Das ist wirklich sehr schön und freut mich riesig.“

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