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Hückeswagen: Nachgeholte Jahreshauptversammlung des RSV 09

Fußballverein in Hückeswagen : Raspo will für sauberen Sportplatz sorgen

Bei der Jahreshauptversammlung des RSV 09 wurde der Vorsitzende Michael Steffens wiedergewählt. Er regte an, am Sportplatz an der Schnabelsmühle aufzuräumen.

Es war kein neues Thema, das neben den Vorstandswahlen die Jahreshauptversammlung des Fußballvereins RSV 09 Hückeswagen am Freitagabend im Kolpinghaus beherrschte. In der nachgeholten Versammlung, die wegen des Coronavirus verschoben werden musste, ging es um den Zustand des Sportplatzes an der Schnabelsmühle, der ja von vielen Vereinen genutzt wird.

Der wiedergewählte Vorsitzende des Raspo, Michael Steffens, brachte zum Ende der regulären Sitzung einen Vorschlag des Vorstandes ein: „Wir haben uns überlegt, einen Samstag Zeit zu investieren. Dann wollen wir in ein paar Stunden aufräumen, anschließend wird gegrillt, und ein Fässchen Bier steht auch bereit“, sagte Steffens.

So ehrenhaft der Vorschlag war, in der Runde der etwa 40 Anwesenden stieß er nicht direkt auf große Gegenliebe. Ein Einwand lautete etwa: „Schön, bekommen wir dann auch das Gehalt eines Platzwartes?“ Schließlich handele es sich um einen städtischen Sportplatz, für den auch ein Platzwart angestellt sei. Als Gegenbeispiel wurde die Nachbarstadt Wipperfürth angebracht. „Dort gibt es sechs oder sieben Kunstrasenplätze – und die sehen immer tipp-topp aus“, sagt einer der Anwesenden. Es sei nicht einzusehen, die Arbeit des Platzwartes zu übernehmen, so lautete der Tenor einiger Vereinsmitglieder.

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„Wir stehen kurz vor der Wahl – der Vorstand sollte die Bürgermeisterkandidaten und die Parteien mal drauf festnageln, was sie an der Schnabelsmühle zu tun gedenken. Der Platz ist in einem Zustand, dass man sich wirklich schämen muss“, sagte ein älteres Vereinsmitglied. Das sei auch alles richtig, kam ein Einwand. „Aber ich bin der Ansicht, dass wir jetzt einmal den Po zusammenkneifen müssen und in einer Hauruck-Aktion für klar Schiff sorgen sollten.“ Man wolle Fotos vom Zustand vor und nach der Aktion machen. „Wir haben ein Anrecht darauf, dass der Stadtsportverband sich darum kümmert. Aber wir wollen jetzt eine kurzfristige Lösung“, sagt ein weiteres Mitglied. Mit den Vorher-Nachher-Bildern ließe es sich zudem besser argumentieren. Die Mehrzahl der Anwesenden sprach sich demnach für die Aktion aus. Und einige Raspo-Mitglieder appellierten auch an die eigene Spielerehre. „Ich finde die Aktion gut. Aber wenn wir fertig sind, dann müssen wir auch darauf achten, dass wir den Platz sauber halten“, sagte eine Frau. Jeder könne selbst etwas für den Zustand des Platzes tun. „Wir sollten Schilder aufhängen, dass Müll in die Tonne gehört, Zigarrettenkippen nicht auf den Boden und so weiter. Schilder helfen durchaus, dass die Leute sich daran halten“, sagt ein anderes Mitglied.

Die Aktion startet am Samstag, 12. September, um 11 Uhr am Sportplatz Schnabelsmühle.