Männerchor aus Hückeswagen Musikalische Schlittenfahrt der Straßweger Sänger

Hückeswagen · Humorvoll, besinnlich, ergreifend –so kontrastreich präsentierte die Chorgemeinschaft Strassweg 1888 ihr Weihnachtskonzert in der Pauluskirche.

Im gedämmten Licht der Pauluskirche gab die Chorgemeinschaft Strassweg trotz krankheitsbedingter Ausfälle ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert.

Im gedämmten Licht der Pauluskirche gab die Chorgemeinschaft Strassweg trotz krankheitsbedingter Ausfälle ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert.

Foto: Heike Karsten

In der Adventszeit trägt Musik besonders gut dazu bei, sich auf das Fest einzustimmen. Der Chorgemeinschaft Strassweg 1888 ist es ganz hervorragend gelungen, mit ihren Liedern Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Der Männerchor unter Leitung von Petra Rützenhoff-Berg hatte zum Weihnachtskonzert in die Pauluskirche eingeladen. Mit einem vielseitigen und kontrastreichen Programm aus bekannten Liedern wie „Winterwunderland“, „Petersburger Schlittenfahrt“ und „Weihnachtsglocken“ überraschten die Sänger ihr Publikum.

„Das Konzert ist in diesem Jahr sehr früh, aber die Adventszeit ist kurz – und Weihnachten lässt sich nicht verschieben“, sagte Ralf Schulte zur Begrüßung. Der Vorsitzende der Chorgemeinschaft freute sich über die etwa 80 Zuschauer, die trotz der 13 Grad kühlen Kirche zum Konzert gekommen waren. „Wir hoffen, dass wir Sie mit unseren Liedern erwärmen können“, fügte Chorsänger Detlef Sunitsch hinzu, der in seiner Doppelfunktion als Moderator unterhaltsam durch das Programm führte.

Besonders viel Applaus erhielt die Chorgemeinschaft für das schwungvolle Medley „Swinging Christmas“ von Otto Groll und das auf Lateinisch gesungene „Panis Angelicus“ nach einem Arrangement für Männerchor von Gus Anton. „Auf dieses Lied freue ich mich immer“, sagte Stefanie Felbeck, die sehr stolz auf die Leistung des Männerchors war, zu dem auch ihr Ehemann zählte.

Mehr als 90 Minuten lang zeigte der Chor sein Können und beeindruckte durch eine kraft- und auch gefühlvolle Dynamik, obwohl gleich sieben Sänger – darunter tragende Stimmen – wegen Krankheit nicht mitsingen konnten. Da wurde Beethovens Werk „Hymne an die Nacht“ mit seinen Höhen zu einer anspruchsvollen Herausforderung für die Tenöre und Bässe. Etwas Zeit, um die Stimmen mit warmem Tee geschmeidig zu halten, hatten die Choristen, als Detlef Sunitsch mit Nikolausmütze die amüsante Geschichte von der perfekten Weihnacht erzählte.

Humor bewiesen die Straßweger auch mit dem Stück „Merry Christmas allerseits“ von Udo Jürgens. Besinnlich wurde es mit „Still, still, still“, „Abendfrieden“ und dem A-cappella-Stück „Des deutschen Seemanns Weihnachten“. Zuschauerin Hannelore Jung hatte sich einen Platz in Nähe des Heizkörpers gesucht und war nach dem Konzert in bester Weihnachtsstimmung. „Es hat mir gut gefallen", sagte die Hückeswagenerin froh gelaunt.

Erst nach drei Zugaben, lang anhaltendem Applaus und einem großen Dank an Chorleiterin Petra Rützenhoff-Berg, die den Gesang gekonnt am Klavier begleitet hatte, endete das stimmungsvolle Konzert mit einer wichtigen Botschaft, die nicht nur zur Weihnachtszeit Bedeutung hat: „Geben Sie den Frieden weiter – vielleicht merken dann auch irgendwann die Kriegstreiber, dass Frieden der bessere Weg ist.“

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