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Hückeswagen: Leader-Projekt wird jetzt umgesetzt

3-Städte-Depot : Auf dem Weg zur Bildungseinrichtung

Am Montag verkündete der Vorsitzende des „3-Städte-Depots“ auf der Jahresversammlung, dass die Genehmigung des EU-Fördergelds vom Land NRW endlich eingegangen ist. Der Verein will vor allem mehr für junge Menschen anbieten.

Es hat nun doch noch ein paar Wochen länger gedauert als erwartet. Im Dezember 2018 äußerte Albrecht Nunn, Vorsitzender des Vereins „3-Städte-Depot“ mit Sitz an der Peterstraße, die Hoffnung, dass der Landesbescheid über die Fördergelder noch vor Weihnachten kommen werde. So hätten die Vereinsmitglieder mit der Umsetzung ihres Projekts direkt nach dem Jahreswechsel beginnen können. Allerdings trudelte der Bescheid erst auf Nachfrage am Montag ein. Bei der Jahresversammlung des Vereins im Casino der Firma Pflitsch verkündete Nunn somit die frohe Botschaft. „Ab Dienstag kann es jetzt mit der Umsetzung unserer Planungen losgehen“, sagte Nunn.

Bei dem Projekt des „3-Städte-Depots“ geht es vor allem darum, den bisherigen, eher musealen Charakter des Depots auf dem ehemaligen Gelände der Firma Bêché an der Peterstraße zu dem einer Bildungseinrichtung zu verändern. Die ersten Auswirkungen waren bereits Ende des Vorjahres mit den durch Spenden finanzierten Arbeitstischen im vorderen Teil der Halle zu sehen. „Aber jetzt können wir praktisch direkt mit den Bestellungen der weiteren notwendigen Materialien beginnen. Wir haben alle theoretischen Vorarbeiten – die Auswahl der Materialien, der Firmen sowie die Preiskalkulation – bereits gemacht“, sagte Nunn.

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Ziel sei es nun, neben dem Ausbau der Arbeitstische mit Monitoren, Beschallungsanlagen und Werkzeugen, die Halle ansprechend zu gestalten, um Besucher zu empfangen. „Wir wollen für Licht, Wärme und eine Bestuhlung sorgen“, sagte Nunn. Dazu sollen Sicherheitsschilder und weitere Werkzeuge angeschafft werden. Mit den 5000 Euro der Wipperfürther Hans-Hermann-Voss-Stiftung und den 2500 Euro als Extraförderbeitrag der Firma Pflitsch stünden dafür nun insgesamt 20.500 Euro zur Verfügung. „Wir planen, bis zum Sommer mit dem Gröbsten fertig zu sein. Es liegt aber eine Menge Arbeit vor uns“, betonte der Vorsitzende. Vor allem hoffe er auch auf die Hilfe der Geschichtsvereine der drei Städte Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth. „Denn wir sind Techniker, aber keine Gestalter – uns fehlt oft der Zugang zur geschichtlichen Ebene der Maschinen“, sagte Nunn.

Neben dieser guten Nachricht berichtete Nunn aber auch über ein gelungenes Vereinsjahr 2018. So veranstaltete der Verein im Vorjahr zahlreiche Kurse. „Es gab Schmiedekurse, ein Bandwebeseminar, eine Projektwoche mit einer Schule aus Radevormwald sowie viele Gruppen- und Einzelführungen“, sagte Nunn. Das erklärte Ziel des Vereins – der Aufbau und die Instandsetzung historischer Maschinen – sei ebenfalls weiterverfolgt worden. „Wir haben im Vorjahr etwa zehn Maschinen aufbereitet und in Betrieb genommen“, berichtete der Vorsitzende. Das sei nicht möglich ohne die aktive und regelmäßige Hilfe der etwa 40 Mitglieder, die sich regelmäßig montags in der Halle zur Arbeit an den Maschinen treffen.

Die vielen neuen Maschinen würden indes eine Menge Platz in der Halle wegnehmen, sagte Nunn. „Es wird langsam eng im Depot. Wir sind gezwungen, auszusortieren, damit wir auch gute, neue Maschinen annehmen können, wenn sie uns angeboten werden.“ Damit dies nicht willkürlich geschehe und weder die Spender noch die Paten der Maschinen vor den Kopf gestoßen würden, habe man eine Bewertungsmatrix entwickelt, mit deren Hilfe der Verein den Qualitätsstandard im Depot halten könne.

Ebenfalls ein großer Erfolg sei 2018 der Tag der Offenen Tür gewesen. „Wir werden allerdings für dieses Jahr eine Beschallungsanlage aufstellen, die einzelnen Redner waren im Vorjahr nicht so gut zu verstehen“, sagte Nunn. Als Termin für den nächsten Tag der Offenen Tür nannte er Sonntag, 25. August. „Auch dafür wünsche ich mir, dass die Geschichtsvereine sich gemeinsam mit uns präsentieren. Auf diese Weise haben wir eine viel wirksamere Stimme, um unser Anliegen zu präsentieren“, verdeutlichte der Vorsitzende.