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Hückeswagen: „Leader“ fördert innovative Ideen im Bergischen Land

Förderprogramm : „Leader“ fördert innovative Ideen im Bergischen Land

Ob ein barrierefreier Zugang zum Kulturraum, Fahrradanhänger für den Bergischen Fahrradbus oder kostenloser Musikunterricht für Kinder – Projekte, Initiativen und Aktionen, die der Entwicklung der bergischen Region dienen, werden mit Fördergeld bezuschusst.

Dienstagabend stellte Regionalmanager Martin Deubel vom Verein „Leader Bergisches Wasserland“ diese Fördermöglichkeit vor. Acht Bürger waren gekommen, die bereits eine Idee entwickelt haben, die das Leben in der Stadt noch lebenswerter machen könnten. Svenja Schnurbusch hofft auf einen Zuschuss zur Gestaltung des Außengeländes am neuen Walddorfkindergarten, der 2020 entstehen soll. Sven Nocon möchte den Verein für Völkerverständigung, Kunst, Musik und Jugendkultur weiter nach vorne bringen, eine andere Teilnehmerin zog in Erwägung Zuschüsse für größere Konzertprojekte zu beantragen.

Bei einer Förderung durch das europäische Leader-Programm werden 65 Prozent der Projektkosten im Nachhinein erstattet. Zuvor müssen die Antragsteller aber die Bewerbungs- und Auswahlphase durchlaufen, die nicht ganz einfach ist und etwa 20 bis 30 Arbeitsstunden Aufwand erfordern. Daher bieten Martin Deubel und seine Kollegin Céline Zahn Infoabende und auch persönliche Beratungen in allen acht Kommunen des Bergischen Wasserlandes an.

Das europäische Leader-Programm existiert von 2016 bis 2022. Von den anfänglichen 2,4 Millionen Euro sind noch 1,1 Millionen im Topf. Die sechste Bewerberrunde läuft vom 28. Januar bis 27. Februar. „500.000 Euro stehen für diese Runde zur Verfügung“, sagte Deubel. Die besten Chancen haben Projekte, die viele Auswahlkriterien erfüllen. So muss das Projekt im Gebiet „Bergisches Wasserland“ umgesetzt werden, zu dem unter anderem Hückeswagen, Radevormwald, Wipperfürth und Wermelskirchen zählen. Die Projekte sollten entweder die Lebens- und Arbeitssituation in der ländlichen Region verbessern, Prävention, Migration oder Inklusion fördern, einen Beitrag zum Tourismus bieten oder einen Bezug zur Energiewende haben.

Ein 20-köpfiges Gremium bewertet die Anträge und trifft schlussendlich auch die Auswahl. „Ein sehr basisdemokratisches Verfahren“, betonte Martin Deubel. Bereits erfolgreich war der ATV, der 65 Prozent der Kosten zum Bau einer Rampe zur Sporthalle erstattet bekommt. Somit hat sich für den Hückeswagener Verein der Aufwand der Bewerbung bereits gelohnt.