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Hückeswagen: Langjähriger SPD-Ratsherr Werner Fischer ist gestorben

Hückeswagener Kommunalpolitiker : Langjähriger SPD-Ratsherr Werner Fischer ist gestorben

Die Hückeswagener Sozialdemokraten trauern Werner Fischer: Der engagierte Kommunalpolitiker war bereits am Donnerstag voriger Woche im Alter von 85 Jahren gestorben, teilt SPD-Ortsvorsitzender Horst Fink mit.

Fischer war 29 Jahre alt, als er im September 1964 in die SPD eintrat. Helmut Ptock, später erster SPD-Bürgermeister von Hückeswagen in der Nachkriegszeit, hatte ihn in die Partei geholt. Eine „Karteileiche“ war er darin jedoch nie, sondern von Anbeginn an engagiert – unter anderem im Ortsvorstand. Ratsherr wurde der Hückeswagener aber erst 14 Jahre später, 1978, als sein politischer Ziehvater Helmut Ptock als Bürgermeister Amtsnachfolger von Agnes Biciste (CDU) wurde. Fischer blieb 20 Jahre lang, also bis 1998, Mitglied des Stadtrats. Jahrelang hatte er den Vorsitz im Schulausschuss inne. Im Umweltausschuss, der später im Planungsausschuss aufging, kämpfte er unter anderem für die Einführung der Baumschutz-Satzung nach Dortmunder Modell.

Der Verstorbene gehörte zu denen, die streitbar mitdebattierten in den politischen Gremien. Seine „Spitzzüngigkeit“ war bekannt und von manchem auch durchaus gefürchtet. Allerdings verfügte Fischer auch über einen trockenen Humor, mit dem er manche hitzige Debatte wieder auflockerte, wenn sich andere Ratskollegen zu sehr thematisch festzubeißen schienen.

Die Beerdigung ist heute, Freitag. Wegen der Coronavorschriften findet sie aber nur im engsten Familienkreis statt.

(büba)