Krisenstäbe des Kreises und der Kommunen Oberberg probt Ernstfall bei einem Blackout

Oberberg · Bei einer Übung überprüften die Verantwortlichen im Oberbergischen Kreis und in den Kommunen ihre Abstimmung im Falle eines Stromausfalls.

 Im Multifunkionalen Sitzungsraum der Verwaltiung probte der Stab außergewöhnliche Ereignisse – hier Isabel Bever, Torsten Kemper und Roland Kissau (r.) – am Wochenende zusammen mit dem Kreis und den übrigen oberbergischen Kommunen die Kommunikationswege bei einer möglichen Katastrophe.

Im Multifunkionalen Sitzungsraum der Verwaltiung probte der Stab außergewöhnliche Ereignisse – hier Isabel Bever, Torsten Kemper und Roland Kissau (r.) – am Wochenende zusammen mit dem Kreis und den übrigen oberbergischen Kommunen die Kommunikationswege bei einer möglichen Katastrophe.

Foto: Stadt

Dass Feuerwehr, DLRG, Deutsches Rotes Kreuz oder Technisches Hilfswerk regelmäßig den Ernstfall üben, ist alltäglich. Doch seit der Hochwasserkatastrophe von Juli 2021 und nicht zuletzt angesichts des Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden Energieknappheit bereiten sich nun auch Behörden auf ein Katastrophen-Szenario vor. Wie am Wochenende, als der Krisenstab der Kreisverwaltung und die Stäbe für außergewöhnliche Einsätze (SAE) in den oberbergischen Kommunen eine Alarmierungs- und Kommunikationsübung absolvierten. Übungsszenario war ein längerfristiger und großflächiger Stromausfall.

„Bei einem sogenannten Blackout fallen Fest- und Handynetze aus“, erläuterte Landrat Jochen Hagt. „Der Analogfunk und Satellitentelefone stellen dann eine Alternative dar.“ Diese alternativen Kommunikationswege wurden auch im Multifunktionalen Sitzungssaal der Stadtverwaltung über dem Bürgerbüro am Bahnhofsplatz durchgespielt.

Der Testlauf begann mit einer Alarmierung der Stäbe über die Feuer- und Rettungsleitstelle. Der Krisenstab versammelte sich im Notfallzentrum in Marienheide-Kotthausen, die Verantwortlichen der SAE in ihren jeweiligen Zentralen. Neben dem direkten Austausch zwischen den Stäben via Satellitentelefon und Analogfunk wurde auch die Anbindung der Notfall-Infopunkte in den Kommunen unter die Lupe genommen. Sie dienen den Menschen als Anlaufstelle, um beim Ausfall der gewohnten Kommunikationsmittel einen Notruf absetzen zu können und Informationen zu erhalten. Der Landrat und die Bürgermeister hatten sich im Dezember darauf verständigt, dass in diesen Fällen auf Satellitentelefone und / oder Analogfunk zurückgegriffen wird.

„Mir ist wichtig, dass die Kreisverwaltung und die Kommunen im Krisenfall die wichtigsten Arbeitsprozesse autark aufrechterhalten können“, betonte Hagt. Die Übung habe gezeigt, dass auch bei schwierigen Ausnahmebedingungen eine Kommunikation zwischen den Ordnungsbehörden und zu den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst möglich sei. Kreisdirektor Klaus Grootens, Leiter des Krisenstabs, ergänzte: „Die Stäbe waren kreisweit schnell einsatzbereit, der Austausch zwischen den Beteiligten hat funktioniert.“

Gleichzeitig wurden bei der Großübung aber auch Schwachstellen erkannt. So seien etwa bei der Kommunikation über Satellitentelefonie verschiedene Aspekte zu beachten, um eine unterbrechungsfreie Verbindung herzustellen, hat Grootens festgestellt. „Der Umgang mit dieser alternativen Technik sollte daher auch in Zukunft regelmäßig erprobt werden.“

(büba)
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