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Hückeswagen: Klingelnberg entwickelt sich bestens

Blickpunkt Wirtschaft : Firma Klingelnberg entwickelt sich bestens

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/2019 steigerte das Unternehmen den Nettoumsatz um etwa 30 Prozent. Nahezu alle Bereiche des Unternehmens wiesen positive Entwicklungen auf. Und damit geht es auch dem Standort Hückeswagen sehr gut.

Gute Nachrichten aus der Wirtschaft: Der Firma Klingelnberg, weltweiter Hersteller von Hochtechnologie für Verzahntechnik in vielen Branchen, meldet ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2018: Das Geschäftsjahr der Gruppe läuft vom 1. April bis 31. März des Folgejahres. Und in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/2019 steigerte das Unternehmen nach eigenen Angaben den Nettoumsatz um 30 Prozent. „Nahezu alle Bereiche wiesen positive Entwicklungen auf. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seinen beim Börsengang kommunizierten Ausblick“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens mit Hauptsitz in Zürich.

Und von dort kommen auch gute Nachrichten für den größten Standort der Firma in Hückeswagen: „Wenn es der Gruppe gut geht, dann geht es auch Hückeswagen gut“, sagt Christoph Küster, seit 2015 als Geschäftsführer für Finanzen und Personal zuständig. Von den 1300 Mitarbeitern weltweit arbeiten 700 in der Schloss-Stadt. Und die sind federführend für die Montage von Kegelradmaschinen und alle Messgeräte zuständig. „In Hückeswagen läuft es gut“, berichtet Küster. Bei den Messgeräten stieg der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 30,1 Millionen Euro. Und der Bereich Kegelradmaschinen verzeichnete mit elf Prozent ein Wachstum auf 41 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres. Insgesamt befindet sich der weitgefächerte Kundenkreis von Klingelnberg laut Küster in einer sehr guten Verfassung. Besonders die Nachfrage nach Premiumprodukten, wie das Unternehmen sie entwickele, herstelle, liefere und mit Dienstleistungen unterstütze, bleibe weltweit weiterhin hoch. Die Steigerung des Nettoumsatzes von fast 30 Prozent bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 76,4 Millionen Euro auf 99,1 Millionen Euro.

„Das organische Wachstum entsprach unseren durchaus ambitionierten Erwartungen“, sagt auch Jan Klingelnberg, Chef der Unternehmensgruppe. Die Strategie, sich auf hochwertige Lösungen für weltweit anspruchsvolle Kundengruppen zu spezialisieren, habe sich erneut als richtig erwiesen – „und wir haben sie konsequent umgesetzt“, sagte er. Jeder Geschäftsbereich, mit Ausnahme der Antriebstechnik, habe seinen Halbjahresumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum zum Teil deutlich steigern können. Auch bei der Digitalisierung komme das Unternehmen sehr gut voran. „Industrie 4.0“ sei im Unternehmen umfassende Realität. „Auch unsere Strategie, überall auf der Welt nahe am Kunden zu sein, um nicht nur regionale Schwankungen global auszugleichen, sondern auch rund um den Globus Wachstum zu kreieren, hat sich erneut als wirkungsvoll erwiesen“, sagte Klingelnberg. Deshalb hat auch die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump kaum negative Auswirkungen auf das Geschäft bei Klingelnberg. „Wir bedienen einen sehr speziellen Markt, da hat das keinen großen Einfluss“, sagte Küster.

Regional betrachtet entwickelte sich der Umsatz vor allem in Asien, Europa und Südamerika sehr positiv, während in Nordamerika nicht in vollem Umfang an die Vorjahresumsätze angeknüpft werden konnte. „Trotz des konjunkturbedingt angespannten Beschaffungsmarktes, der die gesamte Branche vor Herausforderungen stellt, ist es uns gelungen, unsere Umsatzplanung aufrecht zu erhalten und termingerecht zu liefern. Durch die Vollauslastung unserer Zulieferer ist dies in der derzeitigen Situation alles andere als selbstverständlich und unterstreicht unsere langfristige gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern. In Zeiten wie heute zahlt sich dies besonders aus“, erklärt Klingelnberg.

Klingelnberg teilt mit, dass es üblich sei, im ersten Halbjahr 30 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes zu erzielen. Im zweiten Halbjahr erwartet Klingelnberg einen stärkeren Umsatz und eine erhebliche Gewinnsteigerung. „Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind zuversichtlich, dass die beim Börsengang in Aussicht gestellten Bandbreiten für Umsatz und Ergebnis erreicht werden – Nettoumsatz: 270 bis 280 Millionen Euro“, heißt es in der Pressemitteilung von Klingelnberg.