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Hückeswagen: Im Sommer keine Kraftfahrzeuge auf dem Bever-Damm

Bever-Talsperre in Hückeswagen : Kraftfahrzeuge auf Bever-Damm verboten

Der Kreis setzt seine Ankündigung um: Seit Freitag geben Hinweis- und Verbotsschilder die Richtung vor.

Seit Freitag geht für Kraftfahrzeuge aller Art auf dem Beverdamm nichts mehr. Für sie ist die Durchfahrt in den Sommermonaten verboten. Probeweise, wie der Kreis versichert. Die entsprechenden Hinweis- und Verbotsschilder gelten seit Freitag und stehen im näheren und weiteren Umfeld der Talsperre – auch in den Nachbarkommunen.

Die Bever-Talsperre sei ein überregional beliebtes Naherholungsgebiet und Ausflugsziel und verzeichne bereits seit vielen Jahren starke Besucherzahlen. An schönen Tagen hielten sich viele Badegäste, Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger dort auf. Das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen lasse den Beverdamm zu einer Gefahrenstelle werden. „Der Gehweg ist hier sehr schmal, und viele Fußgänger weichen dann auf die Fahrbahn aus“, hatte Landrat Jochen Hagt in einer Pressemitteilung geäußert. Deshalb wolle man die Sperrmauer bis 30. September sperren: Seit Freitag dürfen Autos, Lkw und Motorräder die Strecke nicht mehr befahren. Fußgänger und Radfahrer haben freien Zugang.

Die probeweise Sperrung des Beverdamms wird von Messungen der Verkehrsströme auf den Kreisstraßen K 5, K 11 und K 12 begleitet, um zu ermitteln, welchen Einfluss die Sperrung auf das Verkehrsverhalten hat, teilt der Kreis mit. Im Herbst soll entschieden werden, ob es eine solche Sperrung auch in Zukunft geben soll.

Bereits 2017 wurde damit begonnen, die K5 auszubauen. In einem ersten Schritt wurde im Bereich der Sperrmauer der Bau eines neuen Parkplatzes sowie der Beginn des neuen Geh- und Radweges vollzogen. Mitte September beginnt der vollständige Ausbau der K5 mit einem Geh- und Radweg. 2022/2023 wird der Ausbau der K12 folgen, kündigt der Kreis an.

Entsetzt reagierten diese Woche die Gastronomen an der Bever-Talsperre, die die Sperrung nicht nachvollziehen können und erhebliche Einbußen befürchten. Der nächste Nackenschlag nach den coronabedingten Schließungen.