Hückeswagen: Hüttenzauber bleibt vorerst im Island

Entscheidung für 2019 steht in Hückeswagen aus: Der Weihnachtsmarkt „Hüttenzauber“ bleibt vorerst im Island

Das Ergebnis einer Umfrage unter Anwohnern und Einzelhändler ist deutlich: Die Mehrheit der Befragten favorisiertfür 2019 den Schloss-Platz.

Am Termin ändert sich ohnehin nichts – auch die Örtlichkeit bleibt, zumindest in diesem Jahr, die altbekannte. Es dreht sich um den „Hüttenzauber“, den beliebten Weihnachtsmarkt, der seit einigen Jahren unter diesem Namen läuft und wegen seiner Ausrichtung – viele Vereine, viel Kunsthandwerk, keine kommerziellen Händler und die schönen Hütten – zu den stimmungsvollsten im Bergischen Land gehört. Am zweiten Adventwochenende wird er am Wilhelmplatz und entlang der Islandstraße stattfinden. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Stadtmarketing-Vereins bekräftigt; die Anmeldungen liefen schon und würden sehr gut wahrgenommen. Bürgermeister Persian sagte indes: „Es hat diesen Wochen eine altbekannte Diskussion über die Örtlichkeit gegeben.“

Natürlich handelte es sich dabei um die Frage, ob der Hüttenzauber nicht besser auf dem Schloss-Platz stattfinden sollte. Denn immer wieder wurde und wird in den Raum geworfen, ob und wie das Aushängeschild Hückeswagens vermehrt für Veranstaltungen genutzt werden könnte. „Der allgemein geäußerte Wunsch war aber bisher, dass der Hüttenzauber, auch wegen des verkaufsoffenen Sonntags, weiterhin im Island bleiben sollte“, sagte Persian. 2017 habe jedoch das Abbauen der Hütten wegen des starken Schneefalls länger gedauert, so dass es in der Folge zu Verkehrsproblemen gekommen war. „Daraufhin kam von verschiedener Seite einmal mehr die Frage nach der Verlegung auf“, sagte Persian.

Eine Umfrage der Stadt sollte Klarheit bei Anwohnern schaffen. „Dabei wurden 58 Haushalte und Einzelhändler an der Islandstraße angeschrieben. Zurück kamen 21 Antworten für den Schloss-Platz und 13 Antworten für das Island“, sagte Persian. Eigentlich eine klare Ansage pro Verlegung. Allerdings wolle man zusätzlich noch die Meinung der Aussteller berücksichtigen, ergänzte Persian.

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Somit werde der Hüttenzauber in diesem Jahr also noch einmal wie gewohnt stattfinden. Persian sagte: „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir es im kommenden Jahr auch einfach einmal am Schloss ausprobieren werden.“ Die dauerhaften Streitereien mit der Dienstleistungsgesellschaft Verdi dürfe man indes in Bezug auf den zeitgleich angesetzten verkaufsoffenen Sonntag nicht außer Acht lassen, mahnte der Bürgermeister. „Den Kaufsonntag wollen wir nämlich mit der Verlegung keinesfalls gefährden.“ Hierzu gebe es strikt einzuhaltende Richtlinien.

Widerspruch regte sich dazu teilweise im Podium. So sagte Bernd Lammert etwa, dass er eine Verlegung für absolut nicht sinnvoll erachte: „Dabei würde es nicht um Marketing, sondern um Schönheit gehen. Und wir Einzelhändler sterben dann schön. Wir brauchen die Menschen vor unseren Läden, und nicht am Schloss oben“, sagte Lammert. Stefan Kriegel von der gleichnamigen Fleischerei sprach sich etwa für einen Hüttenzauber am Schloss aus. „Das ist eine echte Attraktion in unserer Stadt – anderswo,  so in Bensberg, zahlen die Besucher sogar Eintritt. Diese Attraktion sollten wir auf jeden Fall nutzen.“

Markus Beeh, der neu gewählte Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins, sagte:. „Wir werden das Thema sehr gerne zusammen mit Einzelhändlern und Bürgern rege diskutieren und zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen.“

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