Hückeswagen: Heißer Juni bringt nur halb so viel Regen wie üblich

Wetter in Hückeswagen : Heißer Juni bringt nur halb so viel Regen wie üblich

Nicht nur bundesweit war es im Juni sehr trocken, auch und vor allem im Bergischen. Das ergab die Auswertung der Niederschlagszahlen des Wupperverbands.

Zeigte sich der „Wonnemonat“ Mai im Bergischen noch zu kühl, war der Juni geprägt von sommerlichen Temperaturen und wenig Regen. „Im letzten Drittel fiel gar kein Niederschlag“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wupperverbands zum Niederschlag im Vormonat. Kein Wunder, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung meldete. Die höchste Lufttemperatur im Wuppergebiet wurde am 25. Juni an der Messstelle der Kläranlage Leverkusen mit 37,4 Grad gemessen. Die Sonnenscheindauer betrug mit rund 300 Stunden fast ein Drittel mehr als 198 Stunden, die durchschnittlich gemessen wurden. Der bisherige Juni-Rekord von 1976 mit 287 Stunden wurde damit übertroffen.

An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen im Juni gerade einmal 50 Liter Niederschlag – im Schnitt sind’s dort 97 Liter. Ein Viertel der Monatsmenge fiel am 19. Juni mit 12,5 Litern. Ähnlich sah das an der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid aus, wo mit 46 Liter weniger als die Hälfte registriert wurden. Hier regnete es am meisten am 3. und 20. Juni (11 bzw. 9,3 Liter).

Die Bever-Talsperre ist zurzeit mit 22 Millionen Kubikmetern Wasser zu 94 Prozent gefüllt. Zur Unterstützung der Wupper-Talsperre kann auch aus der Bever Wasser an die Wupper abgeben werden. Die Große Dhünn-Talsperre verfügt zurzeit über einen Wasservorrat in der Hauptsperre von etwa 50 Millionen Kubikmetern Wasser und ist noch zu 69 Prozent gefüllt. „Das ist ein Füllstand, wie er in früheren Jahren auch schon vorkam“, versichert der Wupperverband. Im Juni 2018 war die Talsperre mit 66 Millionen Kubikmeter allerdings voller.

Trotz Hitze und Trockenheit steht den  Wasserwerken ein ausreichender Wasservorrat zur Verfügung. „Ein akutes Knappheitsproblem besteht nicht“, versichert der Wupperverband. Ein bewusster und sensibler Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser sei dennoch ratsam.

(büba)
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