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Hückeswagen: Haupt-Schotts verabschieden sich

Evangelische Kirchengemeinde Hückeswagen : 37 Jahre als Pfarrer in Hückeswagen

Pfarrer Martin Haupt-Schott wurde am Sonntag gemeinsam mit seiner Frau Christel von der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen feierlich verabschiedet.

Zum Abschied von Pfarrer Martin Haupt-Schott hatte sich die Evangelische Kirchengemeinde etwas Besonderes einfallen lassen. Neben zahlreichen emotionalen Abschieds- und Grußworten wurde vor der Kirche und in Begleitung des Posaunenchors Scheideweg in gebührendem Abstand gemeinsam gesungen. „Das haben wir seit einem halben Jahr nicht mehr gemacht“, sagte Elvira Persian, Vorsitzende des Presbyteriums.

Zuvor feierte die Gemeinde am Sonntag einen Erntedankgottesdienst in der festlich geschmückten Pauluskirche. 37 Jahre hatte Martin Haupt-Schott seinen Dienst in der Hückeswagener Kirchengemeinde geleistet. „Eine lange Zeit, die doch so schnell vergangen ist“, hieß es in den Abschiedsworten des Presyberiums. „Martin Haupt-Schott hatte eindeutig Lieblingslieder, die er in seinen Gottesdiensten spielen ließ“, sagte Elvira Persian. Und genau diese Stücke wurden von der Abordnung des Posaunenchors gespielt.

Musikalisch eindrucksvoll war auch die Gestaltung des Gottesdienstes, den Kantorin Inga Kuhnert gemeinsam mit Sopranistin Veronika Madler, Frauke Lorenz an der Altflöte und dem Kammerchor „Vocale“ vorbereitet hatte. Nach dem öffentlichen Gottesdienst, der per Video live im Internet und ins Gemeindehaus übertragen wurde, standen der Rückblick und die guten Wünsche für das Ehepaar Haupt-Schott im Vordergrund. Nach dem Eintritt in den Ruhestand Ende des Monats wird der 65-jährige Pfarrer zusammen mit seiner Frau Christel nach Haltern am See ins Münsterland ziehen.

In die Gemeinde kam der Pfarrer vor mehr als 37 Jahren als Nachfolger von Pastor Helmuth Herkenrath. Nach mehreren Jahrzehnten Dienst in der Gemeinde geht nun eine Ära zu Ende. „Es war die längste Zeit unseres Lebens an einem Ort“, schrieb Martin Haupt-Schott in seinem Abschiedswort an die Gemeinde. Es erfülle ihn mit tiefer Dankbarkeit, Teil dieser starken Gemeinschaft gewesen zu sein. „Wir konnten immer zusammen beten, das ist eine ungeheure Stärke und das, was in meinen Augen diese Gemeinschaft auszeichnet“, sagte Haupt-Schott, der sich anstatt Abschiedsgeschenke eine Spende für den Verein „Zukunft Jugend“ gewünscht hatte.

Persönliche Worte steuerten neben Elvira Persian auch Gerhard Buchholz von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Scheideweg sowie Eta Brülls und Friedhelm Selbach vom Presbyterium bei. Jeden verbindet auch eine ganz persönliche Geschichte mit Christel und Martin Haupt-Schott. Für das Ehepaar ist es kein Abschied für immer. „Wir werden uns wiedersehen, egal ob in Hückeswagen, in Haltern oder im Himmel“, versicherte Martin Haupt-Schott.