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Hückeswagen: Handarbeitskreis Johannestift liefert bestellte Sachen aus

Ehrenamtler in Hückeswagen : Handgemachte Plätzchen und Socken für die Heimbewohner

Der Handarbeitskreis Johannestift hatte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auf Bestellung produziert. Am Freitag wurden die Handarbeiten ausgeliefert.

Die Bestelllisten waren lang: Spritzgebäck, Berliner Brot, Brombeergelee und Eierlikör bis hin zu Damen- und Herrensocken. Der Arbeitskreis des Johannesstifts hatte in diesem Jahr auf Bestellung produziert und seine Handarbeiten am Freitag ausgeliefert. Rund 20 Papiertüten hatte Ursela Schönrath gepackt und jede liebevoll mit einem selbstgestrickten Tannenbaum dekoriert. „Es sollen sich doch alle ein bisschen freuen“, sagte die Leiterin des ehrenamtlichen Arbeitskreises.

Durch die Corona-Situation konnten die Frauen in diesem Jahr keinen ihrer Basare anbieten und sich auch nicht zu gemeinsamen Handarbeits- und Bastelstunden treffen. Dennoch wurde fleißig gearbeitet – jeder allein bei sich zu Hause. Und dabei kam wieder viel Schönes zusammen, wie Gestricktes von Adelheid Heider und Hardanger Decken von Erika Dörfling. Renate Gerdes, Marlies Dörpinghaus und Ursela Schönrath hatten Plätzchen gebacken und Gelee gekocht, Ilse Hombrecher kümmerte sich um die Liköre. Am meisten gefragt sind jedoch die selbstgestrickten Socken. „Wir haben jetzt noch eine Bestellung für Socken in Größe 49 erhalten, die wir noch kurzfristig fertigstellen werden“, versicherte Ursela Schönrath.

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Die Frauen des Arbeitskreises sind sehr dankbar, dass sie trotz der schwierigen Situation in diesem Jahr Geld einnehmen konnten. Zum einen hat die Raiffeisenbank an der Bahnhofstraße ihr Schaufenster für die gefertigten Handarbeiten zur Verfügung gestellt. Dort kann noch bis Weihnachten ausgesucht und auch gekauft werden. Ungefähr 500 Euro seien dadurch bisher zusammengekommen, wie Ursela Schönrath schätzt. Zum anderen hatten die Bewohner des Altenzentrums, deren Angehörige, Besucher der Tagespflege und Mitarbeiter des Johannesstifts eifrig vorbestellt.

Da derzeit wieder ein Besuchsverbot im Altenheim besteht, nahm Anke Weiler, Leitung Soziale Betreuung, am Freitag die Bestellungen entgegen, um sie an die entsprechenden Personen zu verteilen. „Es gab schon Nachfragen, wann die Sachen kommen“, berichtete Anke Weiler lachend. Auch Sabine Müller, Vorsitzende des Freundeskreises Johannesstift, zu dem der Arbeitskreis zählt, ist glücklich: „Ich finde es großartig und bin total froh, dass wir Alternativen gefunden haben“, sagte Müller. Das Vereinsgeld kommt direkt den Bewohnern des Johannesstifts zugute. „Es werden Weihnachtsgeschenke für die Bewohner gekauft, und auch die Kinder des angeschlossenen Kindergartens erhalten kleine Präsente“, kündigte Sabine Müller an. Das Arbeiten auf Bestellung sei dabei eine gelungene Lösung gewesen. „Unser Lager hat sich gut geleert. Und ich bin ganz erstaunt, wie gut das angenommen wurde“, freute sich Schönrath.