Hückeswagen Gute Stimmung beim Sommerfest im Café KiWie

Wiehagen · Der Internationale Treff der Evangelischen Kirchengemeinde trifft sich seit 2015 immer mittwochs. Am Mittwoch wurde das große Sommerfest gefeiert.

 Gut besucht war das Sommerfest des Internationalen Treffs der Evangelischen Kirchengemeinde.

Gut besucht war das Sommerfest des Internationalen Treffs der Evangelischen Kirchengemeinde.

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Viel Betrieb herrscht am Mittwochnachmittag vor und im Wiehagener Café KiWie am Drosselweg. Normalerweise geht es dann eher etwas beschaulich zu, auch wenn der Internationale Treff der Evangelischen Kirchengemeinde schon seit sieben Jahren Anlaufstelle und Treffpunkt für geflüchtete Menschen ist und seitdem praktisch ohne Unterbrechung stattgefunden hat. Aber an diesem Mittwoch ist alles ein wenig größer und festlicher, denn es wird das ebenfalls schon traditionelle Sommerfest gefeiert. Bei bestem Wetter sind viele der langjährigen Wegbegleiter gekommen, ob nun aus Hückeswagen oder aus den vielen Ländern, aus denen in den vergangenen Jahren Menschen in die Schloss-Stadt gekommen waren. Anlass, für Organisator Friedhelm Selbach einen Blick zurück und nach vorne zu werfen.

Es gehe vor allem um die ganz akute Hilfe, betont Selbach. „Klar, anfangs war es eine Möglichkeit, sich bei einer Tasse Tee oder Kaffee kennenzulernen. Aber schon sehr bald ging es um ganz andere Themen – um die Hilfe mit der Ausländerbehörde, mit dem Jobcenter oder bei der Suche nach Praktika oder Ausbildungsstellen.“ Heute gebe es im Café KiWie die Möglichkeit, Unterlagen auszudrucken oder E-Mails zu versenden. „Das hatten wir am Anfang auch nicht. Und das alles wäre vor allem ohne unser Team an Ehrenamtlichen nicht möglich“, versichert Selbach.

Agnes Hombrecher ist Teil dieses Teams. „Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendwer mit einem Stapel Formulare oder Unterlagen kommt, mit denen er nicht weiterkommt“, sagt sie schmunzelnd. Das wird auch bei der Stadtverwaltung sehr positiv wahrgenommen, für die Mario Moritz zum Sommerfest gekommen ist. Ehe er sich mit drei Geflüchteten im Tischkicker übt, sagt er: „Wir sind unfassbar dankbar, dass es das Ehrenamt gibt und sich hier im Café KiWie so viele Menschen engagieren. Das entlastet uns enorm – und ist eine riesige Hilfe für die Verwaltung.“

Diese gegenseitige Unterstützung beziehe sich auch auf den Einzelhandel und die Unternehmen in der Schloss-Stadt, versichert Selbach. „Ich habe zum Beispiel schon einige Geflüchtete bei der Bäckerei Bauer untergebracht, entweder für Praktika oder auch zur Ausbildung.“ Es sei eben ein Geben und Nehmen, das wunderbar funktioniere und allen Beteiligten das Leben erleichtere. Interessant sei in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Hückeswagener Angebot bis in die Nachbarstadt Wipperfürth herumgesprochen habe.

„Wir sind etwa acht Helfer, seit 2015 haben wir 150 bis 200 Geflüchtete kennengelernt. Wir werden weitermachen, solange die Notwendigkeit besteht – und würden uns über ein paar jüngere Helfer sehr freuen“, sagt er.

Treff immer mittwochs, 16.30 bis 19 Uhr, im Café KiWie, Drosselweg 2

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