Bündnis 90/Grüne in Hückeswagen Diese Bäume liefern Honig und Schnaps

Hückeswagen · Die Grünen luden erneut zur sommerlichen Rundwanderung zu den mittlerweile elf „Bäumen des Jahres“ im Hückeswagener Stadtgebiet ein.

Diese junge Robinie steht an der Schnabelsmühle. Die Bäume werden – nicht ganz korrekt – auch Akazien genannt und liefern den „Akazienhonig“.

Diese junge Robinie steht an der Schnabelsmühle. Die Bäume werden – nicht ganz korrekt – auch Akazien genannt und liefern den „Akazienhonig“.

Foto: Maren Panitz

Bäume sind nicht einfach nur grüne Schattenspender, die unsere Luft mit Sauerstoff versorgen und gleichzeitig die Abgase absorbieren. „Gerade die Robinie, bekannt auch als Falsche Akazie, produziert sehr viel Blütennektar, von dem sich die Bienen ernähren“, erklärte Wanderführerin Heike Mühlinghaus. Mit wohlwollend kritischem Blick bewertete sie die Wachstumsentwicklung des Bäumchens, das als Baum des Jahres 2020 an der Schnabelsmühle gesetzt wurde. „Jetzt ist der Baum schön grün belaubt und etwa drei Meter hoch: Ich glaube, er hat sich schon sehr gut gemacht.“

Gemeinsam mit 15 Weggefährten besuchte sie am vergangenen Freitagnachmittag die inzwischen elf „Bäume des Jahres“, die von Bündnis 90/Grünen in einer traditionellen jährlichen Schul- und Kindergartenaktion im Hückeswagener Stadtgebiet gepflanzt worden sind. Auf dem Weg bestaunten die Wanderer Stechpalmen, Fichten, Winter-Linden und Esskastanien. Nur der Baum des Jahres 2023, die Moorbirke, konnte noch nicht betrachtet werden. „Die beste Pflanzzeit für Bäume ist im Frühjahr oder im Herbst, daher muss der Baum erst noch gesetzt werden“, erklärten Heike Mühlinghaus und Egbert Sabelek.

Die zweistündige, etwa sieben Kilometer lange Stadt- und Naturwanderung führte die Gruppe von dem Sportplatzparkplatz Schnabelsmühle über den Ortsteil Pixwaag nach Wiehagen und von dort bis hin zum Wanderparkplatz an der Wuppertalsperre.

Sommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein boten eine ideale Rahmenbedingung für den ausführlichen Biologieunterricht für bewegungsfreudige Naturfreunde. „Und natürlich gibt es für die Wanderer auch eine kleine Überraschung“, verriet Egbert Sabelek als Fraktionsvorsitzender der Hückeswagener Grünen. Zum einen übernahm der Ortsverein von Bündnis 90/Grüne für alle Wanderteilnehmer die Startgebühr in Höhe von drei Euro, die normalerweise bei den Wanderungen im Rahmen der Bergischen Wanderwochen erhoben werden.

Des Weiteren lud er die Wanderer bei einer kleinen Verschnaufpause am Bergischen Kreisel an den Wupperauen zu einem kleinen Gaumengenuss ein. „Hier am Kreisel haben wir im Jahr 2011 mit den Schülern der Erich-Kästner-Schule den damaligen Baum des Jahres, die Elsbeere, gepflanzt. Und aus den traubenähnlichen Beeren dieses Baumes lässt sich ein wunderbarer Elsbeerschnaps herstellen“, schwärmte Sabelek. Da bot es sich im Zuge der Naturwanderung an, zu einer kleinen schmackhaften Verkostung des hochprozentigen Getränkes einzuladen. Derweil informierte Heike Mühlinghaus darüber, dass die Elsbeere ein sehr seltener Baum aus der Familie der Rosengewächse sei. Der Laubbaum kann bis zu 25 Meter hoch wachsen, und seine rotbraunen Früchte gelten als altes Heilmittel gegen Magen- und Darmerkrankungen. Somit wird auch die Schnapsverkostung sicherlich einen medizinischen Nutzen erbracht haben.

(mpa)
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