Erster Bauherr im Hückeswagener Gewerbegebiet West 3 Autolackiererei plant bereits die nächste Investition

Hückeswagen · Die Firma GP Karosserie & Lack war im Mai 2022 die erste, die im neuen Gewerbegebiet West 3 im Dreieck Kammerforsterhöhe /Heidt / Junkernbusch gebaut hatte. Doch erst vor Kurzem wurde an der Marie-Curie-Straße der Betrieb aufgenommen. Und schon wird ist das nächste Projekt in Angriff genommen. . .

 Die Autolackiererei GP Karosserie & Lack hat im März den Betrieb im neuen Gewerbegebiet West 3 aufgenommen.

Die Autolackiererei GP Karosserie & Lack hat im März den Betrieb im neuen Gewerbegebiet West 3 aufgenommen.

Foto: Jürgen Moll

Gerade einmal vor gut vier Wochen haben Paul Glasow (41) und seine Lebenspartnerin Elena Bese (39) ihren Betrieb GP Karosserie & Lack von Wuppertal ins neue Hückeswagener Gewerbegebiet West 3 verlegt, wo sie gut zwei Millionen Euro (ohne Inventar) in die neue Autolackiererei und das 3200 Quadratmeter große Grundstück investiert haben, da richten sie erneut den Blick in die Zukunft. „Wir haben das Nachbargrundstück reserviert“, erzählt Glasow. Auf den 2300 Quadratmetern dort könnte eine weitere Karosseriehalle entstehen, wo künftig die Autos instandgesetzt werden sollen. Dann würde das jetzige 1000 Quadratmeter große Gebäude nur noch fürs Lackieren und die Vorbereitung genutzt. Denn: „Wir haben festgestellt, dass die Halle jetzt schon zu klein ist“, berichtet der Firmeninhaber, der gelernter Lackierer ist.

Das war schon das Problem am ursprünglichen Standort in Wuppertal. Dort hatte Glasow sich 2018 selbstständig gemacht, aber die nur 450 Quadratmeter erwiesen sich schnell als viel zu wenig. Und so ging das Paar auf die Suche nach einem neuen Grundstück, wurde aber weder in Wuppertal noch in Remscheid oder Wermelskirchen fündig. Den Zuschlag erhielt letztlich Hückeswagen – nachdem es im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West 2) nicht geklappt hatte, bot Bürgermeister Dietmar Persian den beiden eine Fläche in West 3 an.

Nun laufen die ersten Planungen für die Erweiterung des Unternehmens auf die Nachbarfläche. In dieser Woche stehen Gespräche mit der Baufirma an; der Bauantrag ist aber noch nicht gestellt. Bis auch die zweite Halle in Betrieb genommen werden könnte, dürften also noch viele Monate vergehen.

Paul Glasow und seine Lebensgefährtin Elena Bese sind dem Betrieb nach Hückeswagen gezogen.

Paul Glasow und seine Lebensgefährtin Elena Bese sind dem Betrieb nach Hückeswagen gezogen.

Foto: Jürgen Moll

„Wir kommen beide aus Remscheid; die Gegend hier ist nicht fremd für uns“, versichert Glasow. Zumal auch viele Kunden in der Umgebung ansässig seien. So arbeitet GP Karosserie & Lack unter anderem mit der Messink-Gruppe aus Wermelskirchen, Renault Berghaus aus Lennep und den Mercedes-Niederlassungen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid zusammen. Die Porsche-Niederlassung aus der Klingenstadt ist der nächste Partner. „Für die Zusammenarbeit mit dieser war die Richtbank inklusive digitalem Vermessungsstand eine Voraussetzung“, betont Glasow. Aber auch aus Hückeswagen haben bereits die ersten Interessenten bei ihm angeklopft, darunter die Landbäckerei Bauer, die im benachbarten West 3 produziert.

In der neuen Halle werden vor allem Autos nach Unfällen instandgesetzt – „inklusive Achsvermessung“ – und lackiert. Weiter im Angebot sind die Beschriftungen von Firmenfahrzeugen und der Austausch von Scheiben. „Wir haben zwei Abschleppwagen und holen die Fahrzeuge beim Kunden ab“, sagt der Inhaber. Zudem werden ihnen Leihwagen angeboten. Spezialisiert hat sich der Fachbetrieb darüber hinaus auf die Restaurierung von Old- und Youngtimern.

Ein Blick in die moderne, zehn Meter lange und jeweils acht Meter hohe und breite Lackierhalle.

Ein Blick in die moderne, zehn Meter lange und jeweils acht Meter hohe und breite Lackierhalle.

Foto: Jürgen Moll

Was GP Karosserie & Lack von anderen Autolackierereien nach Aussage Glasows unterscheidet, ist die große Lackierkabine: zehn Meter lang und jeweils acht Meter breit und hoch – „das hat in der Umgebung niemand“, zeigt sich der 41-Jährige sichtlich stolz. Dort könnten sogar Caravans, Wohnmobile und Transporter lackiert werden. Die zweite, acht Meter lange Kabine beinhaltet auch eine Hebebühne, „womit wir etwa gut die Schweller von Oldtimern lackieren können“. 16 Mitarbeiter sowie Elena Bese sind jetzt am neuen Standort an der Marie-Curie-Straße beschäftigt.

Die Erdarbeiten für diesen hatten bereits im Mai 2022 und somit vor fast zwei Jahren begonnen. Doch dann setzten die Schwierigkeiten ein: Der Bauantrag brauchte fast ein Jahr bis zur Genehmigung, es gab Lieferschwierigkeiten vor allem bei der Heizung (die gesamte Halle hat eine Fußbodenheizung!), und auch die Suche nach Handwerkern gestaltete sich schwierig. Doch nun sind alle Probleme fürs Erste gelöst, und der Wuppertaler Standort wurde zum 31. März geschlossen. Deshalb ist schon die Erweiterung in West 3 geplant.

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