Hückeswagen: „Gleisdreieck“ – drei Städte, ein Gewerbegebiet

Interkommunales Gewerbegebiet : „Gleisdreieck“ – drei Städte, ein Gewerbegebiet

Der Planungsausschuss beschließt die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans

Die Schloss-Stadt mag bei diesem interkommunalen Gewerbegebiet nur der Juniorpartner sein. Aber das ändert nichts daran, dass die Vereinbarung zwischen den Städten Wermelskirchen, Remscheid und Hückeswagen wichtig ist. Das betont auch Bürgermeister Dietmar Persian im Planungsauschuss in dieser Woche: „Die Vereinbarung ist ein starkes Signal, weil man gemeinsam unterwegs ist, um Gewerbeflächen zu erschließen.“ Konkret geht es um das „Gleisdreieck“ in Bergisch Born. Dort soll künftig ein städteübergreifendes Gewerbegebiet entstehen. Die Schenkel des Dreiecks bilden die Bundestraße 51 zwischen Wermelskirchen und Bergisch Born, die Kreisstraße 22 in Richtung Dreibäumen sowie die Bahntrasse in Richtung Hückeswagen.

Die vier Hektar, die sich auf Hückeswagener Gebiet befinden, seien ein starkes Signal für die Schloss-Stadt, betonte Persian. „Die Idee ist nicht neu, es wird schon seit bald 20 Jahren über ein Gewerbegebiet im Gleisdreieck nachgedacht.“ Das Projekt sei aber immer wieder an den Konflikten zwischen den Städten Remscheid und Wermelskirchen gescheitert. „Wir haben eine schwierige Ausgangslage – zwei beteiligte Kreise, eine kreisfreie Stadt und zwei Regierungsbezirke. Das ist im Grunde genommen ein verwaltungstechnisches Desaster“, meinte Persian. Dennoch seien die Verwaltungsspitzen kontinuierlich im Gespräch gewesen. Schließlich sei auch aus dem Regierungspräsidium die Anregung gekommen, dass sich das Projekt lohne.

Der Bürgermeister betont: „Es ist mehr eine Chance, als ein Desaster.“ Denn die verantwortlichen im Rathaus hätten schließlich ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen die Industrie und das Gewerbe in Hückeswagen nach vorne bringen.“ Das würden schließlich auch die Menschen und Gewerbetreibenden in der Schloss-Stadt erwarten. Daher sei nun auch die im Planungsausschuss beschlossene Änderung des Flächennutzungsplans von 2004 nötig geworden. Auf den Flächen im Hückeswagener Stadtgebiet sei ursprünglich lediglich eine landwirtschaftliche Nutzung vorgesehen. Nun werden dort aber in den nächsten Jahren auf den 40.000 Quadratmetern Fläche Gewerbetreibende ihre neue Heimat finden.

(wow)