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Hückeswagen: Gewerbegebiet West 2 erhält Verbindung zum Radweg

Hückeswagen : West 2 erhält Verbindung zum Radweg

Anfang der Woche wurde mit dem Bau der 110 Meter langen Verbindung zwischen dem Radweg in Dörpe und dem Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg begonnen. Die Stadt plant zudem weitere Verbindungen vom Radweg ins Zentrum.

Es ist noch früh an diesem Mittwochmorgen, aber auf dem Radweg in Hückeswagen zwischen Hämmern und Dörpe sind immer wieder Radler zu sehen. Auch über die Heinrich-Schicht-Straße im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West 2) radelt jemand bei Sonnenschein und deutlich angenehmeren Temperaturen als noch in der Vorwoche. Offenbar ist er auf dem Weg zur Arbeit in einer der umliegenden Firmen.

Der Weg zur Arbeit wird mehr denn je auf zwei Rädern statt auf vier bewältigt. Das Auto hat das Fahrrad zwar nicht abgelöst, aber gerade aus der Unternehmerschaft in Winterhagen-Scheideweg kam schon vor einigen Jahren der Vorschlag, das Gewerbegebiet an den bei Dörpe über die B 237 führenden Radweg anzuschließen. Diese Anregung hatte die Verwaltung 2016 aufgenommen (s. Info-Kasten), die Politik stimmte letztlich mehrheitlich dafür, einen 110 Meter langen asphaltierten Weg bis zum Wendehammer der Georg-Schaeffler-Straße im Bereich des zweiten Werks von Pflitsch bauen zu lassen. „Es fahren immer mehr mit dem Fahrrad“, sagt Bürgermeister Dietmar Persian. „Das wollen wir als Stadt fördern.“ Deshalb hat vor wenigen Tagen der Ausbau eines Trampelpfads zu einer befestigten Radweg-Verbindung begonnen.

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Grund für die ursprüngliche Anregung aus der Unternehmerschaft in West 2 ist, dass seit einigen Jahren immer mehr Beschäftigte mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind, aber nicht den „Umweg“ über Winterhagen nehmen wollten. So entstand ab Dörpe der Trampelpfad, weil es die kürzeste Verbindung zwischen dem Radweg und dem Gewerbegebiet ist. Den hatten inzwischen auch viele Spaziergänger genutzt, um beispielsweise von Scheideweg aus auf den Radweg zu kommen.

Die asphaltierte Verbindung kostet etwa 74.000 Euro, davon sind 61.300 Euro zuwendungsfähig, wie Bauamtsleiter Andreas Schröder zu Beginn des Jahres im Planungsausschuss berichtete. Da die Bezirksregierung 70 Prozent übernimmt – also 42.900 Euro –, verbleiben 31.100 Euro als Eigenanteil bei der Stadt. „So manche Hückeswagener haben gefragt, warum wir so viel Geld dafür ausgeben müssten und ob eine einfache Bauweise nicht ausreichen würde“, berichtet Persian. Doch der Radweg auf der Bahntrasse habe gezeigt, dass eine asphaltierte Decke besser sei. So können auch Inline-Skater, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen die künftige Verbindung nutzen. Bei einer Schotterdecke wäre das schwieriger geworden.

„Wir wollten einen Ausbau nach Stand der Technik“, unterstreicht auch Waldemar Kneib vom Bauamt. Daher habe es auch so lange bis zum Baubeginn gedauert. Schließlich musste die Förderung beantragt und das Ganze dann ausgeschrieben werden.

Ausgebaut wird der Verbindungsweg auf eine Breite von drei Metern. Zudem wird ein Leerrohr in den Boden gelegt, „falls wir mal eine Beleuchtung am Knotenpunkt brauchen“, erläutert der Bürgermeister. Sollte es im Einmündungsbereich des Radwegs zu Problemen kommen, könnte dort schnell eine Straßenlaterne aufgestellt werden. „Für eine solarbetriebene Laterne haben wir hier zu viele Bäume“, sagt Kneib.

Er rechnet damit, dass die Verbindung Ende der Woche soweit hergerichtet ist, dass der Schotter für den Unterbau eingearbeitet sein wird. „Darauf fahren kann man aber noch nicht“, warnt Persian. Erst Mitte/Ende September dürfte der Weg asphaltiert sein.

Den bezeichnet der Bürgermeister als „wichtigen Lückenschluss“ im Verlauf des Radwegs. Und weitere sollen folgen. So soll der Weg vom Bergischen Kreisel am Skaterplatz vorbei Richtung Aldi-Parkplatz so hergerichtet werden, dass Fahrradfahrer ihn auch als Radweg erkennen und besser den Weg ins Zentrum finden. Auch der Übergang im Bereich der Ausfahrt auf die Alte Ladestraße nahe des Discounters soll optimiert werden.