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Hückeswagen: Getanzte Lebenslust aus Irland im Forum

Tanzshow in Hückeswagen : Getanzte Lebenslust aus Irland im Forum

Zum dritten Mal war am Donnerstagabend die Tanzshow „Celtic Rhythms of Ireland“ zu Gast in Hückeswagen, und zum dritten Mal war das Publikum hellauf begeistert.

Mit einem beschwingten Gefühl gingen die zirka 350 Zuschauer nach Hause, die sich am Donnerstagabend im Forum von der irischen Musik- und Tanzshow „Celtic Rhythms of Ireland“ hatten verzaubern und begeistern lassen. Das irische Lebensgefühl übermittelten die vier Tänzerinnen und drei Tänzer des Ensembles mit ihrer facettenreichen Darbietung. Sie schafften es mit ihrer präzisen Fußarbeit den für den irischen Tanz so typischen Eindruck von Leichtigkeit zu vermitteln, der durch die Mischung aus Sprungelementen, Stepp- und Spitzentanz entsteht. Selbst den traditionellen Besentanz, der seinen Ursprung in der Region Connemara an der irischen Westküste hat, hatte das Ensemble unterhaltsam inszeniert und technisch perfektioniert. Allen voran Andrew Vickers, Choreograph, Tänzer und künstlerischer Leiter der Show: Der Ausnahmetänzer konkurrierte in leidenschaftlicher Intensität mit den solistischen Einlagen der Musiker um die Gunst des Publikums – unterstützt vom rhythmischen Klatschen der Zuschauer.

Im Unterschied zu den großen Shows setzt „Celtic Rhythms“ auf Livemusik. „Bei uns ist alles live – keine Tabs und keine Töne kommen vom Band“, betonte Produzent Michael Schweiger von der Veranstaltungsagentur Miro Live. Dieses Alleinstellungsmerkmal unterscheidet die Show von vielen anderen Irish-Dance-Aufführungen und verleiht ihr eine ehrliche und ursprüngliche Ausdruckskraft. Möglich sei das jedoch nur in kleineren Sälen wie dem Hückeswagener Forum, das ideale Bedingungen für die Liveshow biete.

Die vier Musiker, die allesamt in Limerick – der einzigen Universität weltweit, an der man dieses spezielle Musikgenre studierten kann – gelernt haben, begeisterten ebenso wie die Tänzer. Sie forderten sich gegenseitig mit der irischen Rahmentrommel „Bodhran“, Keyboard, Fiddle, Gitarre und Akkordeon zu kleinen musikalischen Wettkämpfen heraus. Besonders die gefühlvolle Stimme von Sänger und Fiddle-Spieler Sean O‘Dealagh ging unter die Haut.

Susanne und Sylvia Pfeiffer ließen sich von der Show mitreißen. Die Schnelligkeit der Schrittfolgen faszinierte die beiden Zuschauerinnen. „Die Geschwindigkeit gehört einfach zum eigenen Tanzstil der Iren“, sagte Susanne Pfeiffer. Für Monika Dietrich war es nicht der erste Besucher einer irischen Show. „Die Tänze sind einfach super“, fasste sie ihre Begeisterung zusammen.

Im ersten Teil der knapp zweistündigen Show standen die traditionellen und klassischen Tanzelemente, Lieder und Kostüme im Vordergrund, im zweiten wurde es moderner: Die Männer trugen schwarze Kilts, die Frauen schwarze Lederröcke oder Hosen, und auch die Musiker veränderten ihr Outfit von der karierten Weste samt Baskenmütze bis zum Anzug mit Krawatte.

Nach der Show nahm sich das Ensemble noch Zeit für eine Autogrammstunde im Foyer. Es war eine rundum gelungene Show mit fließenden Übergängen und einer qualitativ anspruchsvollen Darbietung, die die Zuschauer mit viel Applaus honorierten.