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Hückeswagen: Gemütliches Singen und Erzählen im Advent

Offener Adventskalender Hückeswagen : Gemütliches Singen und Erzählen im Advent

Der kleine Gruppenraum in der Diakonie-Fachstelle Sucht an der Marktstraße war mit Besuchern und Musikern gemütlich gefüllt. Am Donnerstagabend fand dort im Rahmen des Offenen Adventskalenders eine Premiere statt: ein Mitsingkonzert mit Frank Kießling und dessen Tochter Nele.

Frank Kießling hatte sich im vergangenen Jahr überlegt, dass er bei den Veranstaltungen des damaligen Adventskalenders gerne mehr gesungen hätte. „Ich habe mir dann gedacht, dann biete ich doch selbst genau eine solche Veranstaltung an“, sagte der Hückeswagener, der sich die Unterstützung seiner Tochter Nele an Saxofon und Blockflöte sicherte. „Ebenfalls das Saxofon spielt Anke Timmermann, ihr Mann Michael wird den Rhythmus am Cajon geben“, stellte Kießling die Musiker des gemütlichen Mitsingabends vor.

Gemütlich wurde die Veranstaltung aber auch, weil in der Mitte des Raums eine große Kerze auf einer adventlich dekorierten Decke in Tannengrün und Tannenzapfen aufgestellt war, und weil der Duft von frischem Tee und Lebkuchen zusätzlich den Raum erfüllte. Die Zuhörer hatten ebenfalls Lust auf das gemeinsame Singen im Advent. Etwa Dorothea Zimmermann, die von Advents- und Weihnachtsliedern gar nicht genug bekommen konnte. „Ich mag das alles, fröhliche Lieder, besinnliche Lieder, Kinderlieder – auch mal Pop-Songs wie ‚Last Christmas‘ von ,Wham’“, sagte die Hückeswagenerin lachend. „Ich habe jetzt richtig Lust aufs Singen. Für mich gehört das zu Weihnachten und zum Advent einfach dazu.“

Da war Dorothea Zimmermann offensichtlich am richtigen Ort. Denn nach einem kurzen Instrumentalstück am Saxofon, dem englischen Weihnachtslied „Deck The Halls With Boughs Of Holly“, wurde kräftig gemeinsam gesungen. So kamen im weiteren Verlauf des Abends Klassiker wie „Jingle Bells“, „Alle Jahre wieder“ oder „Lasst uns froh und munter sein“ zu Gehör. Und das durchaus vielstimmig und stimmgewaltig. Die Begleitung durch Gitarre, Saxofon und Flöte half, doch die Lust am Singen war deutlich spürbar.

Zusätzlich aufgelockert wurde das kleine Mitsingkonzert durch verschiedene besinnliche Geschichten, die Frank Kießling zwischendurch vorlas. Etwa jene eines Mannes, der sich bei seinem Rabbi darüber beschwerte, dass seine Wohnung zu eng und zu langweilig sei. Als der weise Mann darauf sagte, dass er seine Tiere mit in die Wohnung nehmen solle, wurde die Situation noch schlimmer. Der Rabbi sagte dann: „Dann wirf die Tiere wieder aus der Wohnung.“ Darauf erkannte der Mann, dass seine Wohnung doch so schön und groß sei. Die Erkenntnis des Rabbis war also, dass manchmal schon die Änderung des Blickwinkels reichte, um mit dem zufrieden zu sein, was man hatte.