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Hückeswagen: Fleißige Helfer sammeln Bever-Müll

DLRG Hückeswagen : Fleißige Helfer sammeln Bever-Müll

Trotz des Feiertags zum Tag der Deutschen Einheit hatten sich knapp 20 Mitglieder der Hückeswagener Ortsgruppe der DLRG getroffen, um das Ufer der Talsperre von unliebsamen Hinterlassenschaften der Badegäste zu säubern.

In den vergangenen Wochen machte die Bever-Talsperre Schlagzeilen aufgrund der gefundenen Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Bei der Müll-Sammel-Aktion am Samstag fand ein Privatsammler noch eine Pistole, die sich nach Abstimmung mit der Polizei als eine Gaspistole entpuppte.

Trotz des Feiertags zum Tag der Deutschen Einheit hatten sich knapp 20 Mitglieder der Hückeswagener Ortsgruppe der DLRG getroffen, um das Ufer der Talsperre von unliebsamen Hinterlassenschaften der Badegäste zu säubern. Aufgrund des extremen Niedrigwassers war der Uferbereich besonders groß und teilweise schlammig. „Da muss man schon aufpassen, dass man nicht einsinkt“, warnte André Grutz, stellvertretender Geschäftsführer der Ortsgruppe. In den vergangenen Jahren hatte die DLRG und der Wupperverband die Bürger und Vereine zur Mithilfe aufgerufen. Das sei in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht geschehen. „Wir wollten keine Versammlung mit einer unbekannten Anzahl an Teilnehmern“, sagte Grutz. Die verschiedenen Gruppen dann per Boot zu ihren jeweiligen Einsatzgebieten zu fahren, wäre unter den gegebenen Hygienebedingungen nur mit sehr viel Aufwand möglich gewesen.

Einige wenige Privatpersonen folgten dennoch der Ankündigung in der BM und sammelten den Müll in Eigenregie. Die gefüllten Müllsäcke wurden dann von der DLRG am Nachmittag eingesammelt und mit dem Anhänger des Wupperverbands entsorgt. „Es sind einige Müllsäcke zusammengekommen, der Anhänger war rappelvoll“, freute sich André Grutz. Zu den Funden zählte auch ein altes Fahrrad und Luftmatratzen. Klaus Hopp ist einer der treuen Teilnehmer. „Ich halte ehrenamtliche Tätigkeiten in jedweder Form für wichtig – egal ob Wachdienst oder Müllsammeln“, sagte das DRLG-Mitglied. Auch die Familie Sieberg schlüpfte in ihre regenfeste Kleidung, um mitzuhelfen. „Unser Sohn Leon (4) ist total wild darauf. Es hat ihm schon immer Spaß gemacht“, sagte Mutter Julia Sieberg. Leons Schwester Frida war mit 14 Monaten mit Abstand die jüngste Teilnehmerin.

Trotz des selbstlosen und effektiven Einsatzes der Mitglieder hofft Grutz im nächsten Jahr wieder auf zahlreiche Helfer. „Die Hälfte unserer Mitglieder waren dabei immer in die Logistik eingebunden. Heute haben wir uns ganz auf das Sammeln konzentriert“, sagte er. Vor dem Start gab er seinen Mitstreitern aufgrund der Granaten-Funde noch folgenden Rat zur eigenen Sicherheit mit auf den Weg: „Längere Metallhülsen bitte schön im Boden lassen.“