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Millionenprojekt für Hückeswagen Der Feuerwehr-Neubau wächst in die Höhe

Hückeswagen · Im Brunsbachtal ist seit einigen Wochen eine rege Bautätigkeit zu beobachten. Wegen der regenreichen dunklen Jahreszeit sind die Arbeiten aber fünf Monate im Verzug. Die Übergabe an den Löschzug ist daher erst für Mai 2025 vorgesehen. Ein Baustellenbesuch.

Dieter Klewinghaus und Ramona Michels vom Gebäudemanagement der Stadt sahen sich am Montagmorgen auf der Baustelle des Feuerwehr-Neubaus im Brunsbachtal um. Rechts ist die künftige Halle im Bau, wo einmal die acht Feuerwehrfahrzeuge stehen werden.

Dieter Klewinghaus und Ramona Michels vom Gebäudemanagement der Stadt sahen sich am Montagmorgen auf der Baustelle des Feuerwehr-Neubaus im Brunsbachtal um. Rechts ist die künftige Halle im Bau, wo einmal die acht Feuerwehrfahrzeuge stehen werden.

Foto: Stephan Büllesbach

Scheinbar ist der Löschzug Stadt schon im Brunsbachtal eingezogen. Letztlich handelt es sich aber nur ein etwa drei Mal 1,50 Meter großes Foto der gesamten Feuerwehr-Mannschaft vor dem Schloss, deren Domizil noch die gut 60 Jahre alte Wache an der Bachstraße ist. Aber das große Foto, das hier am Bauzaun aufgehängt wurde, zeigt schon einmal die künftigen „Hausherren“ und „-damen“. Die müssen nun doch etwas länger warten, als ursprünglich vorgesehen. Fast ein halbes Jahr.

„Unser Plan war es, das fertiggestellte Gebäude zum 31. Dezember dieses Jahres an die Feuerwehr zu übergeben“, sagte Dieter Klewinghaus, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt, am Montagmorgen beim Ortstermin mit unserer Redaktion. Doch das Wetter hat für einen deutlichen Zeitverzug gesorgt, so dass es voraussichtlich erst zum 31. Mai 2025 übergeben werden kann. „Die Temperaturen waren nicht das Problem“, versicherte Klewinghaus. Zumal der Winter eher mild war. „Aber wir hatten viel Regen. Viel zu viel“, nannte er das Hauptproblem beim Namen. Denn der Niederschlag hatte vor allem im Herbst und Winter dafür gesorgt, dass der Boden sehr lehmig war. „Wir konnten ihn daher nicht auf die Deponie fahren, die auch noch wochenlang geschlossen war“, erläuterte Klewinghaus.

Von der Baufirma seien 60 (!) Schlechtwettertage gemeldet worden, was allein schon eine Verzögerung von gut drei Monaten bedeutete. Dazu kamen einige organisatorische Probleme. Inzwischen ist aber seit einigen Wochen eine rege Bautätigkeit im Brunsbachtal zu beobachten.

Hier entsteht die künftige Waschhalle für die Feuerwehrfahrzeuge.

Hier entsteht die künftige Waschhalle für die Feuerwehrfahrzeuge.

Foto: Stephan Büllesbach

Zu sehen ist bereits einiges. Auffallend ist vor allem der hohe, zum Hallenbad hin gelegene Gebäudeabschnitt, der einmal die Waschhalle für die Feuerwehrfahrzeuge beheimaten wird. Daran, Richtung Stadtpark, schließt sich die Wagenhalle für die acht Fahrzeuge des Löschzugs an, in der dann auch die Ende 2022 bestellte neue Drehleiter stehen soll, die voraussichtlich bis zu Frühjahr geliefert werden wird. Der Werkstattraum sowie die Umkleiden für die Erwachsenen und die Jugend-Feuerwehr beenden die neue Wache auf der unteren Seite.

Ein paar Meter weiter Richtung Anfang des Brunsbachtals ist eine Betondecke zu sehen: „Das ist unser Regenrückhaltebecken“, erläutert Klewinghaus. Dort werde bei Starkregen das einfließende Wasser zwischengespeichert und erst nach und nach in den nahen Brunsbach abgegeben. „Das Feuerwehrgebäude selbst aber kann nicht überschwemmt werden“, versicherte der Leiter des Gebäudemanagements.

 Das Regenüberlaufbecken, das bei Starkregen Wasser zurückhalten soll, ist bereits fertiggestellt.

Das Regenüberlaufbecken, das bei Starkregen Wasser zurückhalten soll, ist bereits fertiggestellt.

Foto: Stephan Büllesbach

Die neue Feuerwache wächst jetzt peu à peu in die Höhe. Im Zwischengeschoss werden laut Ramona Michels, Architektin aus dem Gebäudemanagement, Büroräume, eine Galerie für Lagerfläche und die Technikräume, etwa für die Heizung und die Hausanschlüsse, untergebracht. Ganz oben – dieser Bereich ist dann auch von der Bundesstraße 237 zugänglich – befinden sich Seminar- und Sozialräume. Besucher betreten das Gebäude von dort, an der B 237 werden auch sieben Parkplätze eingerichtet. Für die Feuerwehrleute geht’s vom Brunsbachtal in die Wache. Dort werden etwa 30 Parkplätze nur für sie angelegt.

Wenn die neue Wache denn einmal in Betrieb ist, soll einiges automatisch funktionieren. So erhalten laut Klewinghaus alle Feuerwehrleute einen Chip, mit dem sie etwa die Schranke zu ihrem Parkplatz öffnen können. Auch die Türen und Tore sind damit zu öffnen. „Möglicherweise wird das ganze Gebäude über diese sogenannte KNX-Steuerung bedient werden können“, erläuterte Ramona Michels, die für die Stadt die Arbeiten überwacht. Das könnte etwa bedeuten, dass im Alarmfall der Erste, der die Wache erreicht, die Schranke und alle Toren und Türen für die Kameraden öffnet, das Licht im Gebäude einschaltet und die Heizung hochfährt. „Das müssen wir aber noch mit der Feuerwehr besprechen“, betonte Klewinghaus.

Wie geht’s jetzt weiter? „Bis August sollte der Rohbau fertig sein“, sagte die Architektin. Für den 13. September ist das Richtfest geplant, und Ende Oktober sollten dann die Fassade und die Fenster installiert sein, so dass das Gebäude dicht ist. „Dann kann mit dem Innenausbau begonnen werden“, sagte Ramona Michels. Somit dürfte die nächste Schlechtwetterphase dem Feuerwehr-Neubau nichts mehr anhaben dürfen. Klewinghaus zeigte sich zudem froh, „dass wir jetzt eine sonnige Woche bekommen sollen“. Das wäre auch deshalb wichtig, weil die Baufirma mit den Abdichtungen beginnt, und dafür benötige sie Trockenheit.

Voraussichtlich Ende Mai kann der Löschzug dann von der Bachstraße ins Brunsbachtal umziehen. Dann hätte der „Platzhalter“ am Bauzaun endgültig ausgedient.