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Hückeswagen: Evangelischer Kirchenkreises bietet Programm für Kinder

Ferienaktion in Hückeswagen : Sechs Wochen „Kirche unterwegs“

An der Bever-Talsperre sind in den ganzen Sommerferien wieder Ehrenamtliche des Evangelischen Kirchenkreises Lennep mit einem Programm für Kinder bis zwölf Jahren präsent.

Am Freitagnachmittag ist auf der Wiese am Campingpark Bever-Talsperre in Großberghausen noch nicht zu ahnen, was ab dem ersten Tag der Sommerferien geplant ist. „Kirche unterwegs“, das Angebot des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, das es in dieser Form bereits seit zehn Jahren gibt, findet auch in diesen Sommerferien statt.

„Wir sind seit dem Vorjahr wieder die ganzen sechs Wochen präsent – die Kernzeit ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr“, sagt Denise Steeger. Sie leitet das Angebot als Sozialpädagogin und wird von vier ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ebenfalls Sozialpädagogen sowie Erzieherinnen, unterstützt. Ebenfalls mit im Team ist Pfarrer Philipp Müller.

„Die Idee geht auf den heutigen Notfallseelsorger Uli Geiler zurück, der vor vielen Jahren regelmäßig sechs Wochen Camping-Seelsorge angeboten hat“, sagt Denise Steeger. Nach dem Ende von Geilers Angebot habe das Projekt einige Jahre brachgelegen, ehe sich vor zehn Jahren ein neues Ehrenamtlichen-Team wieder an die Idee gewagt habe. „Über die vergangenen zehn Jahre hat sich das Projekt inhaltlich ein wenig gewandelt. Aber seit dem Vorjahr sind wir an sechs Wochen für die Kinder aus der Stadt mit einem abwechslungsreichen Programm da“, sagt die Sozialpädagogin.

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Das pädagogische Programm wird jeden Freitagabend um 18.30 Uhr von einer Abendandacht abgerundet. „Ich teile mir die Andachten mit mehreren Kolleginnen und Kollegen – und auch sonst werde ich punktuell an der Bever-Talsperre anwesend sein“, sagt Müller. Er freue sich sehr auf die kommenden Wochen. „Kirche muss raus zu den Menschen, das ist mir sehr wichtig“, sagt der Pfarrer. Ein wesentlicher Programmpunkt werde die Musik sein. Dafür habe man mit Micky Picarra Ventura einen Helfer gewinnen können, der sich schon sehr auf seinen Einsatz freue. „Ich werde meine Gitarre mit dabei haben – und will mit den Kindern auch Trommeln basteln. Das Thema Rhythmus wird eine wichtige Rolle auch in den Andachten spielen“, sagt er. Zusammen. mit den Kindern wolle er dafür dann auch eigene Lieder schreiben.

Daneben werde es Bastel- und Spielangebote geben, sagt Denise Steeger. „Wir sind da sehr flexibel und werden auch auf die Altersgruppen, die anwesend sind, reagieren können“, sagt sie. Außerdem könne man mit einer Gruppe Jungs nicht Armbänder basteln. „Dann werden wir vielleicht eher den Ball auspacken und Fußball spielen“, erklärt Denise Steeger. Das Angebot von „Kirche unterwegs“ sei offen für alle, das sei ganz wichtig, betont die Sozialpädagogin: „Jeder kann innerhalb der Kernzeit kommen und mitmachen, es ist keine Anmeldung erforderlich – und es kostet auch nichts.“

Zwar seien die Corona-Zahlen im Moment sehr niedrig, so dass das Hygienekonzept ohne größere Einschränkungen umsetzbar sei. „Allerdings werden wir in diesem Jahr kein Essensangebot haben. Die Kinder bekommen aber von uns auf jeden Fall etwas zu trinken – wir haben Wäscheklammern mit den Namen, so dass jedes Kind weiß, welcher Becher ihm gehört“, sagt Denise Steeger. Essen oder Snacks müssten sie jedoch selbst mitbringen.

Neben den Zelten ist auch ein kleiner Wohnwagen auf der Wiese zu sehen. Ein solcher diente auch schon in den vergangenen Jahren als Lager für die ganzen Materialien. „Wobei unser alter Wohnwagen in die Jahre gekommen war, obwohl wir ihn im vergangenen Jahr noch so schön bemalt hatten“, meinte Denise Steeger.

Allerdings sei dann während der vergangenen Monate in den Wohnwagen eingebrochen worden, durch das kaputte Fenster sei dann Feuchtigkeit eingedrungen. „Und es hat ja doch recht heftig geregnet, so dass er im Inneren nicht mehr verwendbar war“, sagt die Sozialpädagogin. Der neue Wagen sei indes von einem Gemeindeglied aus dem Kirchenkreis gespendet worden. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Denise Steeger.