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Hückeswagen: Erneut Munition und Granaten an der Bever gefunden

Bever-Talsperre in Hückeswagen : Munition an der Bever gefunden

Am Uferbereich der Bever-Talsperre wurden wieder Kampfmittel entdeckt. Ein Spaziergänger war auf die Munition gestoßen, hatte sie sich aber nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst.

Das extreme Niedrigwasser der Bever-Talsperre hat weitere Munition und Granaten freigelegt. Nachdem bereits am 24. September Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden, berichtete die Polizeileitstelle des Kreises am Mittwoch gegen 14.50 Uhr über einen weiteren Fund am Uferbereich und bat das Hückeswagener Ordnungsamt, den Fundort abzusperren. „Der liegt an der Kreisstraße 5 zwischen dem Damm und Niederlangenberg, nur etwa 100 Meter vom Fundort vor gut einer Woche entfernt“, berichtet Roland Kissau vom Ordnungsamt. Diese Bereiche seien normalerweise von Wasser überflutet. Jetzt würden sie sichtbar.

Ein Spaziergänger war auf die Munition gestoßen, hatte sie sich aber nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst. „Mein dringender Appell bei weiteren Funden durch Spaziergänger: Polizei oder Ordnungsamt verständigen und nicht anfassen“, sagt Kissau. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes sperrte den Bereich am Mittwoch ab und wartete auf den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf mit Sitz in Köln, der am Mittwochnachmittag aber noch einen weiteren Einsatz in Aachen hatte und deshalb eine weitere Anfahrt in Kauf nehmen musste.

„Die Mitarbeiter haben die Munition sichergestellt und in gepanzerten Kisten abtransportiert“, berichtete Kissau. Besonders brisant: Die Granaten waren teils noch scharf. Entsorgt und kontrolliert gezündet werden sie in eigens dafür errichteten Bunkern, erläuterte Kissau.

Da es sich um zwei Funde innerhalb kurzer Zeit handelt, wird der Wupperverband als Eigentümer der Bever-Talsperre den Bereich rund um die Fundorte nun vorsorglich absperren und Warnschilder aufstellen. Das Talsperrenpersonal wird besonders wachsam sein, kündigte am Mittwochnachmittag die Sprecherin des Wupperverbandes, Susanne Fischer, an. Parallel dazu plane der Verband eine Flächensondierung im Bereich des Fundortes durch ein Spezialunternehmen. Nach Absprache mit dem Kampfmittelräumdienst werde dieser bei Bedarf erneut sofort eingeschaltet, sollte noch weitere Munition gefunden werden.