Evangelische Kirchengemeinde Hückeswagen Eine Konfirmationsfeier für 25 Jugendliche

Hückeswagen · Am Sonntagvormittag feierte die evangelische Kirchengemeinde Hückeswagen in der vollbesetzten Pauluskirche die Konfirmation von 25 jungen Menschen mit einem Festgottesdienst.

Die Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen für das Jahr 2024.

Die Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen für das Jahr 2024.

Foto: Astrid Lorenz

Die Pauluskirche an der Marktstraße war an diesem beinahe spätwinterlichen Sonntagvormittag bis in die Empore mit Menschen gefüllt. Der Anlass war ein besonderer Festgottesdienst, der zur Konfirmation von 25 Mädchen und Jungen gefeiert wurde. In diesem Jahr in nur einer Gruppe, was zum einen von der Zahl her gut händelbar war, aber auch inhaltlich gut passte, wie Pfarrer Reimund Lenth vor dem Gottesdienst sagte. „Die Jugendlichen haben sich das Thema ‚Freundschaft‘ gewählt. Nach anderthalb Jahren Vorbereitungszeit sind hier durchaus Freundschaften entstanden, man war zusammen auf Konfi-Freizeit und hat viel Zeit miteinander verbracht. Da ist es eigentlich doch auch schön, wenn man dann zusammen den Konfirmations-Gottesdienst feiern kann und sich dafür nicht in mehrere Gruppen aufteilen muss.“

Natürlich müsse es aber auch machbar sein, was vor mehreren Jahren mit drei Mal 30 Konfirmanden sicherlich nicht in einer gemeinsamen Feier der Fall gewesen wäre. Die Feier an diesem Sonntag wurde indes, wie sonst auch, von den Jugendlichen selbst gestaltet, für die musikalische Begleitung war neben Kantorin Inga Kuhnert an der Orgel, die etwa zum Einzug der Konfirmanden ein feierliches Stück ausgewählt hatte, die Band „3000 K“ aus Hückeswagen, die mit eigenen Songs wie „Wieder mit dir“ oder „Gib nicht auf“ oder flott arrangierten und modernen Kirchenliedern und Worship Songs beinahe für Konzert-Atmosphäre in der ehrwürdigen Pauluskirche sorgte. Aber es war schließlich nicht nur ein feierlicher Moment, sondern auch ein fröhlicher, und dazu passte eben auch der eine oder andere Pop-Feger durchaus gut.

Anderthalb Jahre hatten die Jugendlichen sich auf ihren großen Tag vorbereitet, hatten sich dabei mit dem Thema „Freundschaft“ beschäftigt, aber auch die Bedeutung der Konfirmation für sich, ihren Glauben und vielleicht auch ihr Leben ergründet. Darüber sprachen sie auch im Verlauf des Gottesdienstes, während sie zugleich die unterschiedlichen Gebete ausgesucht und vortrugen. Diese sicherlich nicht alltägliche Möglichkeit der Gestaltung und des Mitwirkens an einem Gemeindegottesdienst dürfte den Jugendlichen sicherlich positiv im Gedächtnis bleiben.

Ein wesentlicher Teil einer Konfirmationsfeier war das gemeinsam gesprochene Glaubensbekenntnis der Jugendlichen mit der Gemeinde – denn die Konfirmation war letztlich auch das Ja, das Bekenntnis, zum eigenen Glauben. Das wurde nach den Bekenntnissen der Jugendlichen getan. Darin hatten die Jugendlichen über ihre Gedanken zum Vertrauen in Gott gesprochen. „Ich vertraue auf Gott, weil er mir Freiheit schenkt und Freiräume schafft. Weil ich ihm sagen kann, wie es mir geht, und er mit mir das Fest des Lebens feiert. Ich verdanke Gott und meinen Eltern das Leben, und er beschenkt mich mit allem, was ich brauche. Und er hilft mir dabei, mich für die zu freuen, die mit mir beschenkt wurden“, so lauteten einige dieser Gedanken.

Als Voraussetzung dafür, konfirmiert zu werden, musste man auch getauft sein – fünf Mädchen und Jungen wurden während des Festgottesdienstes durch Pfarrerin Dr. Anke Mühling getauft. Nicht nur bekamen die Täuflinge - genau wie wenig später die Konfirmanden auch - einen individuellen Spruch aus der Bibel als Tauf-, beziehungsweise Konfirmationsspruch, sie konnten ihren Namen und das Taufdatum auch am „Baum des Lebens“ neben dem Altar aufhängen.

Im Anschluss begann die Konfirmation, jeweils zu zweit traten die 25 Jungen und Mädchen vor den Altar, konfirmiert wurde abwechselnd von Anke Mühling und Reimund Lenth - per Handauflegung und Gebet. „Einer der Täuflinge ist heute nicht nur getauft worden und wird gleich konfirmiert - er hat heute auch noch dazu Geburtstag“, sagte Reimund Lenth, woraufhin die Band zusammen mit der Gemeinde ein spontanes „Zum Geburtstag viel Glück“ anstimmten.

Im Anschluss an diesen zentralen Moment der Feier, nachdem alle 25 Jugendliche konfirmiert waren, bekamen sie zusammen mit der restlichen Gemeinde erstmals das Abendmahl. Und ehe dann alle mit dem Segen in den Sonntag entlassen wurden, wurde es mit Musik von „3000 K“ noch einmal rockig-feierlich, was der Pauluskirche durchaus gut zu Gesicht stand.

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