1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Dubioses Flugblatt in Wiehagen

Corona-Pandemie in Hückeswagen : Dubioses Flugblatt in Wiehagen

Ein dubioses Flugblatt vemeintlicher Corona-Impfgegner, die auf mögliche Risiken durch eine Impfung hinweisen, ist am Donnerstagabend in Wiehagen aufgetaucht.

Was BM-Leser Michael Loh Donnerstagabend in seinem Briefkasten in Wiehagen fand, gefiel ihm gar nicht: ein dubioses Flugblatt vemeintlicher Corona-Impfgegner, die auf mögliche Risiken durch eine Impfung hinweisen – „ohne Nennung von Initiator, Verantwortlichem oder einem Absender“, sagt er. Loh stellte bei eigenen Recherchen fest, dass bereits im Januar Artikel zu ähnlichen Flugblättern deutschlandweit verfasst wurden, die das Vorgehen bewertet und auch Hinweise zur fehlenden Glaubhaftigkeit abgegeben hatten. „Mir scheinen die aufgeführten Risiken willkürlich zusammengewürfelt, ich habe da eine komplett andere Einstellung zum Impfen“, sagt er. Aber er befürchtet, dass solche Flugblätter andere Menschen beeinflussen könnten. „Ich fühle mich belästigt, es ärgert mich maßlos“, sagt er.

Roland Kissau vom Ordnungsamt hatte bislang von solchen Flugblätter nichts gehört, „so lange nicht zu schlimmen Dingen aufgerufen wird, ist das als freie Meinungsäußerung zu bezeichnen“, sagt er. Dagegen tun könne man nichts, sein Tipp: „in den Mülleimer werfen“. Ähnlich reagiert Jessica Schöler, Sprecherin der oberbergischen Kreisverwaltung. Immer mal wieder gebe es in Oberberg solche Blätter, „wir können den Bürgern nur empfehlen, sich an offizielle Stellen zu wenden, wie das Robert-Koch-Institut, das Bundesgesundheitsministerium oder seinem Hausarzt die wichtigen Fragen zu stellen“, sagt sie.

  • An der Albert Einstein-Straße stehen nur
    Übergangswohnheime : Corona: Obdachlose haben Impfung erhalten
  • Die Impfungen in Deutschlan schreiten voran.
    Vorsichtsmaßnahmen, Medikamente und Allergien : Was man vor und nach der Corona-Impfung beachten sollte
  • Grünen-Chef Robert Habeck wurde mit Astrazeneca
    Mit Astrazeneca : Habeck nach eigener Corona-Impfung nicht sonderlich erleichtert

Bei der Polizei des Kreises liegen noch keinerlei Strafanzeigen im Zusammenhang mit Flugblatt-Aktionen vor. Sprecherin Monika Treutler ordnet solche Blätter auch unter die Rubrik „freie Meinungsäußerung“ ein. Solche Wurfendungen gebe es immer mal wieder, das müsse man „aushalten“.

(rue)