Hückeswagen: Drei Projekttage an der Montanusschule

Hückeswagen : Drei Projekttage an der Montanusschule

Unter dem Motto „Schule ist mehr als Unterricht“ lernen die Hauptschüler in dieser Woche unterschiedliche kreative und sportliche Projekte kennen. Die Ergebnisse gibt es beim großen Schulfest am Samstag zu sehen.

Drei Tage, an denen Schule einmal wohl wirklich jedem Schüler Spaß macht, erleben die Montanusschüler von Mittwoch bis heute im Rahmen der Projekttage. Folgerichtig heißt das Motto auch: „Schule ist mehr als Unterricht“. Zuletzt hatten die Projekttage im Schuljahr 2016/17 stattgefunden, wie der kommissarische Schulleiter Karlheinz Rennau sagt. „Das ist ein wenig eingeschlafen, aber wir wollen das jetzt wieder regelmäßig anbieten.“ Der Termin im November sei nicht nur passend, weil dann vor Weihnachten die meisten Klassenarbeiten geschrieben seien, es gebe auch noch einen weiteren Grund, sagt Rennau: „Zum Schulfest am Samstag sind dann auch die Viertklässler der Grundschulen eingeladen, damit sich die Schüler und ihre Eltern schon einmal ein Bild der Hauptschule machen können.“ Schließlich stünden die Schulanmeldungen im neuen Jahr schon bald an.

Die Klassen konnten sich ihre Projekte gemeinsam selbst überlegen, entsprechend bunt ist die Vielfalt. „Es gibt sportliche, kreative und kulinarische Projekte“, berichtet Rennau. Eine Sache liegt ihm im Rahmen der Projekttage besonders am Herzen. „Lehren und Lernen an der Hauptschule gelingt immer dann am besten, wenn die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern stimmig ist“, sagt der Schulleiter. Genau das werde durch die enge Zusammenarbeit während solcher Projekttage gefördert. „Das merkt man während der Tage, aber es strahlt auch in den regulären Unterricht aus“, versichert Rennau.

Tatsächlich – wer in die Schulküche kommt, hat nicht den Eindruck, in einer Schule zu sein. Da wird auf Augenhöhe zusammengearbeitet, um die bestmöglichen Pralinen und Plätzchen zu backen. Elena und Giovanni besuchen die siebte Klasse und sind an diesem Vormittag mit Backen dran. „Die Klasse wurde aufgeteilt. Die eine Hälfte backt in der Küche, die andere stellt im Computerraum die dazu passenden Rezepthefte am PC fertig. Nach drei Stunden wird getauscht“, erläutert Rennau. „Das macht richtig viel Spaß, wir haben heute schon Nougat-Kracher und Nussecken gebacken“, erzählt Elena (12).

Gerade wischt sie ein Tablett sauber. Ihr gleichaltriger Mitschüler Giovanni erzählt: „Die Pralinen haben wir dann in Tütchen gepackt, die wir beim Schulfest verkaufen werden.“ Dem Jungen macht sowohl das Backen als auch die Arbeit am PC Spaß. Elena geht weiter, sie muss sich jetzt mit einigen Mitschülern um die Plakate für das Schulfest kümmern.

Im PC-Raum sitzt Wael an einem Rechner und bearbeitet ein Crêpes-Rezept. „Das Rezept zu layouten ist nicht ganz einfach, aber es klappt trotzdem ganz gut“, sagt der Zwölfjährige, der sich über den ungewöhnlicheren Unterricht freut und sowohl am PC als auch in der Küche Spaß hat. „Unser Projekt heißt Schoko-Projekt – weil viel Schokolade enthalten ist“, sagt er lachend.

Sportlicher geht es in der Turnhalle zu. Dort sind Neunt- und Zehntklässler an verschiedenen Stationen im Einsatz. Sie müssen Präzisionssprünge machen oder auf einer improvisierten Wippe balancieren. Am Samstag können alle Besucher den Parcours ausprobieren. „Es wird auch einen aufblasbaren Kletterfelsen geben“, sagt Sportlehrer Klaus Kruska.

Mehr von RP ONLINE